Aufdringliche Touris: Berner Geschäft verhängt Foto-Verbot!

Touri-Ärger in der Berner Altstadt: Weil immer wieder Mitarbeitende und Kunden fotografiert werden, muss ein Geschäft Massnahmen ergreifen.

Voi Bern Stadt
Wer die Voi-Filiale in der Kramgasse in der Stadt Bern betritt, macht dies durch eine «historische Türe». Der Standort ist auch bei den Touris beliebt. - BärnerBär

Das Wichtigste in Kürze

  • Wer die Voi-Filiale Kramgasse Bern betritt, macht dies durch eine «historische Türe».
  • Diese wird auch immer wieder zum Fotosujet von Touris.
  • Dabei geraten ab und an auch Mitarbeitende und Kunden ungewollt vor die Linse.
  • Deshalb wurde ein Foto- und Filmverbot verhängt.

An der Eingangstüre zur Voi-Filiale in der Kramgasse klebt unübersehbar ein Sticker, auf dem steht: «NO Photography / NO Video-Recording». Dazu ein durchgestrichener Fotoapparat.

Ein ungewohnter Anblick: Denn bei anderen Voi-Filialen ist ein solcher Kleber normalerweise nicht zu sehen.

Weshalb ist also ausgerechnet bei der Filiale in der Berner Altstadt das Fotografieren und Filmen verboten?

Wurdest du schon einmal ohne dein Einverständnis gefilmt?

Die Erklärung liefert die Genossenschaft Migros Aare – Voi ist nämlich ein Migros-Partner. Grund seien die Touristinnen und Touristen, bei denen die Filiale mitten in der Berner Altstadt «sehr beliebt» ist.

«In der Vergangenheit kam es häufiger vor, dass die historische Eingangstüre sowie vereinzelt Mitarbeitende und Kundinnen und Kunden gefilmt oder fotografiert wurden», erklärt die Genossenschaft Migros Aare. «Um dies zu vermeiden, wurde der Hinweis angebracht.»

VOI Berner Altstadt
«NO Photography / NO Video-Recording»: Die Botschaft an der Eingangstüre zur Voi-Filiale in der Kramgasse ist unmissverständlich. - BärnerBär

Weiter wird betont: «Wir legen grossen Wert auf den Schutz der Privatsphäre unserer Kundinnen und Kunden sowie unserer Mitarbeitenden.»

Ein Foto- und Filmverbot gelte daher grundsätzlich in allen Voi- und auch Migros-Filialen.

Bist du ein Migros- oder ein Coop-Kind?

Dass die Stadt Bern bei Touristinnen und Touristen beliebt ist, belegen die Tourismus-Zahlen zum letzten Jahr: 2025 verzeichnete Bern 623'942 Gästeankünfte und 1'071'967 Logiernächte.

«An gewissen Tagen oder zu bestimmten Uhrzeiten konnte dies zu einem erhöhten Gästeaufkommen bei manchen Sehenswürdigkeiten führen», sagte Tourismuschefin Manuela Angst kürzlich in einem BärnerBär-Interview. «Bei uns sind diese vor allem in und rund um die Altstadt.»

Einsteinhaus Bern
Beliebte Sehenswürdigkeit in Bern: Das Einsteinhaus. Es liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zur Voi-Filiale. - BärnerBär

Die Voi-Filiale in der Kramgasse mit ihrer «historischen Eingangstüre» scheint da offenbar dazu zu gehören... . Oder liegt es am Touri-Aufmarsch vor dem Einsteinhaus, welches sich gegenüber befindet?

Offenbar ja. «Es ist zeitweise sehr schlimm», beklagt sich ein Voi-Mitarbeiter vor Ort. «Die Touristinnen und Touristen kommen vom Einsteinhaus und trampeln mit noch laufender Kamera in das Geschäft. Sie filmen alles – auch Mitarbeitende sowie Kundinnen und Kunden.»

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Kommentare

User #3325 (nicht angemeldet)

Ich finden diese idee gut. In anderen ländern wird man dafür gebüst. Ich kenne dass geschät und bin stammkunde. Die leitung ist zuvorkommend und rücksichtsvoll..ich vermute sie wollte mehr die bundesleute schützen. Da ich im 2020 fr samarugga jeden donnerstag dort antraff. Und andere gehobene leute.

User #7019 (nicht angemeldet)

Leider werden heute unnötige sachen ausdiskutiert. Hundeverbot verständlich, trotzdem laufen die Kundschaft mit ihren hunden rein. Aufnahmen sind nicht erlaubt. Auch mitarbeiter müssen geschützt werden. Dass vom geschäft ein foto gemacht wird ist okay und verständlich bringt auch Kundschaft rein. Leider nehmen kunden oft auch Mitmenschen auf, welche diskretion lieben. Z. B die kundschaft die wir aus dem Bundeshaus kennen. Ich denke die geschäftsführung wusste genau warum dies so handgehabt wurde. Man sollte auch die regeln eines Geschäfts respektieren und ansonsten das Geschäft meiden.

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