In einem Güterzug hat sich im Mai 2021 zwischen Basel und Rotkreuz ZG die Ladung verschoben. Grund dafür war, dass ein bereits beschädigter Behälter auf einem nicht geeigneten Wagen transportiert wurde, wie die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle Sust in ihrem am Mittwoch publizierten Bericht schrieb.
Ein Mitarbeiter der Zuger Polizei.
Ein Mitarbeiter der Zuger Polizei. - Keystone Symbolbild

Das Wichtigste in Kürze

  • Der sogenannte Wechselbehälter transportierte in Säcken abgepacktes Kunststoffgranulat.

Er wurde per Lastwagen von der Herstellerfirma des Granulats nach Gent gefahren, wo er zum Weitertransport auf einen Eisenbahnwagen Richtung Novara umgeladen wurde.

Zwischen Möhlin und Muri AG brach der Wechselbehälter auf der einen Seite ein und die Ladung verschob sich. Dies fiel dem Lokführer eines Personenzuges auf. In Rotkreuz wurde der betroffene Güterwagen aus dem Zug genommen.

Mehrere Gründe verursachten den Vorfall. Der 14 Meter lange Behälter mit seiner 26 Tonnen schweren Ladung wurde auf einem ungeeigneten Wagen transportiert. Er lag deswegen nur an seinen Enden auf und hing in der Mitte frei, obwohl er dort abgestützt werden müsste. Zudem war der Längsträger des Behälters bereits beschädigt, die rostige und angerissene Stelle konnte in der Folge dem Gewicht der Ladung nicht stand halten und brach während der Fahrt ganz.

Ihr sei kein vergleichbarer Fall bekannt, erklärte die Sust in ihrem Bericht. Sie gehe von einem Einzelfall aus, bei dem verschiedene Umstände zusammengetroffen seien. Ein systemischer Mangel sei nicht ersichtlich. Die Sust verzichtete deswegen auf eine Empfehlung.