Anbau von Ölsaaten in der Schweiz nimmt deutlich zu
Die Anbaufläche für Ölsaaten wie Raps, Sonnenblumen und Soja hat in der Schweiz zwischen 2016 und 2025 um ein Fünftel zugenommen. Besonders stark wuchs der Bio-Anbau. Während die Produzentenpreise für Raps stiegen, blieben sie für Sonnenblumen und Soja konstant.

Die Anbaufläche der drei wichtigsten Ölsaaten Raps, Sonnenblumen und Soja ist in der Schweiz im Zehnjahresvergleich deutlich gewachsen, wie das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) am Montag mitteilte. Zwischen 2016 und 2025 stieg demnach die gesamte Fläche von 27'563 auf 33'855 Hektaren. Dies entspreche einer Zunahme von 21 Prozent.
Die biologisch bewirtschaftete Fläche der drei Ölsaaten nahm im selben Zeitraum überproportional um 291 Prozent zu und erreichte 2025 einen Anteil von 8,6 Prozent an der Gesamtfläche. Auch der Anbau unter Verzicht auf Pflanzenschutzmittel wurde gemäss BLW ausgeweitet.
Raps blieb 2025 die wichtigste Ölsaat in der Schweiz. Er machte rund 68 Prozent der gesamten Anbaufläche aus. Die Rapsanbaufläche nahm in den letzten zehn Jahren um rund acht Prozent zu.
Besonders seien die Anbauflächen von Sonnenblumen und Soja gewachsen: Die Sonnenblumenfläche expandierte zwischen 2016 und 2025 um fast 60 Prozent. Die Soja-Anbaufläche verdoppelte sich im selben Zeitraum beinahe, wie es weiter hiess. Ein Grund für die Zunahme beim Soja dürfte eine seit 2022 geltende Vorschrift sein, wonach Kraftfutter für Tiere mit Bio-Knospe-Label aus der Schweiz stammen muss, so das BLW. Der Bio-Anteil bei Soja betrug 2025 rund 45 Prozent.
Der Anbau von Ölsaaten konzentrierte sich laut dem Bericht auf wenige Kantone. Die drei Kantone Waadt, Bern und Zürich bauten den Grossteil an. Der Kanton Waadt war mit einem Anteil von 29 Prozent der mit Abstand bedeutendste Anbaustandort.
Während die Produzentenpreise für Raps in den letzten zehn Jahren um bis zu 15,5 Prozent stiegen, blieben sie für Sonnenblumen und Soja weitgehend konstant. Als einen Grund für die höheren Rapspreise nannte das BLW die sinkende Ertragssicherheit aufgrund von Schädlingsdruck und Einschränkungen bei Pflanzenschutzmitteln.
Für die Versorgung der Schweiz mit Speiseölen spielen laut BLW Importe eine wichtige Rolle. Insbesondere Sonnenblumenöl wurde in grossen Mengen eingeführt. Im Jahr 2025 waren es 48'666 Tonnen. Ein Grund dafür sind laut BLW zollfreie Importmöglichkeiten aus den ärmsten Entwicklungsländern. Die Importpreise für Olivenöl stiegen in den letzten zehn Jahren stark an, wie es weiter hiess.






