Ana Paula: Tötungsdelikt aus dem Jahr 2006 wird wieder aufgerollt

Keystone-SDA
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Basel,

Im Tötungsdelikt an der Prostituierten Ana Paula aus dem Jahr 2006 konnte durch neue Ermittlungen ein genaueres Täterprofil erstellt werden.

ana paula belohnung
Aufnahme des Fundortes der Leiche. - sda - Polizei Basel-Landschaft

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Basler Polizei rollt das Tötungsdelikt an Ana Paula wieder auf.
  • Die brasilianische Prostituierte war im Jahr 2006 erdrosselt worden.
  • Neue Ermittlungen lassen Rückschlüsse auf das Täterprofil ziehen.

Das Tötungsdelikt an der Brasilianerin Ana Paula aus dem Jahr 2006 ist wieder aufgerollt worden. Die Baselbieter Staatsanwaltschaft teilte das am Montag mit. Demnach hätten neue Ermittlungen es ermöglicht, ein genaueres Täterprofil zu erstellen. Deswegen wurde die Polizei Basel-Landschaft wieder aktiv in dem Fall.

Anfang September 2006 fand eine Joggerin in einem Waldstück in Allschwil BL die Leiche der damals 31-jährigen, kokainabhängigen Prostituierten. Die Leiche lag erdrosselt und unbekleidet am Boden.

Lange Zeit führten die Ermittlungen zu keinem Resultat. Deshalb landete der Fall bei der Task-Force Cold Case, also bei einer Spezialeinheit für ungelöste Fälle.

Task-Force hat 2019 wieder Ermittlungen aufgenommen

Diese hat den Fall nun 2019 aufgrund neuer technischer und forensischer Errungenschaften neu aufgerollt. Dies teilte die Staatsanwaltschaft an einer Medienkonferenz mit.

Kriminalrat Alexander Horn aus München zeigte an der Medienkonferenz das neu erstellte Täterprofil auf: Es soll sich um einen Mann handeln, der zum Tatzeitpunkt vor 16 Jahren 25 bis 35 Jahre alt gewesen sei. Der Täter habe Ortskenntnisse im Allschwiler Wald besessen. Des Weiteren dürfte er sich regelmässig im Milieu des Kleinbasler Strassenstrichs auf der Claramatte und in der Webergasse aufgehalten haben.

Täter führt wohl unauffälliges Leben

Dennoch könne davon ausgegangen werden, dass der Täter heute wohl zwischen 40 und 50 Jahren alt ist. Er soll ein geregeltes und gegen aussen unauffälliges Leben geführt haben und noch führen. Die operative Fallanalyse attestiert dem Mann einen «ausgeprägten Mangel an Empathie». Zudem wird davon ausgegangen, dass er gewaltverherrlichende Pornografie konsumiert hat.

Zu diesen Schlüssen kamen die Ermittler aus den Erkenntnissen des Tathergangs heraus. Der Täter musste die Prostituierte nach 06.00 Uhr aufgegriffen und kurze Zeit darauf erdrosselt haben. Dabei sei er kontrolliert und konzentriert vorgegangen und habe dabei eine gewisse «Planungsfähigkeit» offenbart, so Horn.

Aufruf an Öffentlichkeit

Die Baselbieter Polizei ruft nun die Öffentlichkeit auf, Beobachtungen im Zusammenhang mit der Tat und dem Täterprofil zu melden. Dabei seien alle Hinweise wichtig, «auch wenn sie vielleicht noch so unwichtig erscheinen» mögen, heisst es.

Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, wurde eine Belohnung von bis zu 20’000 Franken ausgesetzt.

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