Aktivisten suchen vor G7-Gipfel nach Schlafplätzen
G7-Gegner beklagen fehlende Unterkünfte für Aktivistinnen und Aktivisten, die ab Freitag zum Gegengipfel und zur Grossdemonstration vom Sonntag nach Genf reisen. Die Koalition No G7 ruft Privatpersonen dazu auf, Grundstücke für Campingplätze zur Verfügung zu stellen, und übt scharfe Kritik an den Behörden.

Die Lage sei für mehrere Hundert erwartete Teilnehmende «sehr besorgniserregend», sagte No-G7-Mitglied Vincent Bircher am Freitag vor den Medien. Zwar seien in ländlichen Gebieten mehrere Standorte gefunden worden, diese reichten jedoch nicht aus. Die Koalition will deren genaue Lage nicht bekanntgeben.
No G7 befürchtet, dass Aktivistinnen und Aktivisten gezwungen sein könnten, in Parks zu übernachten. Dort wären sie nach Ansicht der Organisation verstärkt dem Risiko polizeilicher Kontrollen ausgesetzt. Bereits vor mehreren Monaten habe die Koalition bei den Behörden vergeblich um einen offiziellen Unterkunftsort ersucht.
Die Bewegung stellte den Behörden am Freitag ein «Ultimatum». Diese müssten einen Unterkunftsort bereitstellen und eine Lösung für das entstandene «Chaos» finden, das sie selbst verursacht hätten. Andernfalls werde man «die notwendigen Massnahmen ergreifen», erklärte No G7, ohne weitere Details zu nennen.
Anfang der Woche war ein privates Grundstück bei einem Bauernhof in Meinier als möglicher Zeltplatz für Demonstrierende im Gespräch. Das Projekt kam jedoch nicht zustande. Laut No G7 wurde es durch eine Flut aggressiver Online-Kommentare und verbaler Anfeindungen zunichte gemacht.














