AHV

    AHV: Eine 13. Rente soll im Alter ein besseres Leben ermöglichen

    Nick Mäder
    Nick Mäder, Philipp Kobel

    Bern,

    Eine breite Allianz hat unter Führung der Gewerkschaften eine Volksinitiative für die Reform der AHV lanciert. Diese soll schon bald vors Volk kommen.

    00:00 / 00:00

    Eine 13. AHV-Rente soll im Alter ein besseres Leben ermöglichen. - Nau

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Volksinitiative «für ein besseres Leben im Alter» ist lanciert.
    • Die Vorlage will, dass Bezüger künftig Anspruch auf eine 13. Monatsrente haben.
    • Besonders problematisch sei der Rentenrückstand der Frauen, sagt das Initiativkomitee.

    Ein Zuschlag im Umfang einer 13. AHV-Rente soll im Alter ein besseres Leben ermöglichen. Mit diesem Ziel hat eine breite Allianz unter Führung der Gewerkschaften am Donnerstag eine Volksinitiative lanciert.

    Gegen Privatisierung der Altersvorsorge

    Konkret soll im Gesetz geregelt werden, dass der jährliche Zuschlag nicht zu einer Reduktion der Ergänzungsleistungen führt. «Wenn alle AHV-Rentner im Dezember eine zusätzliche Rente erhalten, hilft das ihnen enorm», erklärt SGB-Präsident Pierre-Yves Maillard. Eine 13. AHV-Rente gebe vielen Leuten etwas Luft nach oben, um die Steuern zu bezahlen oder Geschenke zu kaufen.

    AHV
    Eine breite Allianz unter Führung der Gewerkschaften lancierte am Donnerstag die Initative für eine 13. AHV Rente. - Nau.ch

    Zudem will die Vorlage «die drohende Privatisierung der Altersvorsorge» abwehren, sagt Maillard weiter. «Setzt sich die schleichende Privatisierung durch oder wollen wir die Solidarität stärken?», fragt er während der Medienkonferenz.

    Rückstand der Frauen

    Besonders problematisch sei der Rentenrückstand der Frauen. Nicht zufällig ist das Datum der Initiativ-Lancierung deshalb kurz vor dem Weltfrauentag gewählt worden, der am kommenden Sonntag begangen wird.

    00:00 / 00:00

    Die Unia-Präsidentin Vania Alleva spricht über die Lancierung der Volksinitiative für eine 13. AHV-Rente. - Nau

    Die AHV stärken heisse gleichzeitig auch die Gleichstellung stärken, meint Unia-Präsidentin Vania Alleva. «Es ist ein Skandal, dass Frauen im Jahr 2020 noch immer deutlich tiefere Renten als Männer haben», sagt sie. Über ein Drittel aller Frauen erhalte im Alter gar keine Renten aus der Zweiten Säule.

    Aus diesen Gründen sei die 13. AHV-Rente ein Schritt in Richtung mehr soziale Sicherheit und Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern. Zudem komme die Initiative den Arbeitnehmenden in Tieflohnbranchen zu Gute.

    Unterschied zu «AHV plus»

    Der letzte Anlauf zur Reform der AHV fiel in der Vergangenheit bei der Bevölkerung durch. 2016 wurde die Initiative «AHVplus: für eine starke AHV» klar abgelehnt. Nur gerade 40,6 Prozent stimmten für die Vorlage.

    00:00 / 00:00

    Pierre-Yves Maillard, Präsident SGB, spricht im Interview über die Lancierung der Volksinitiative für eine 13. AHV-Rente. - Nau

    Das sei aber kein Grund zur Panik, meint Maillard gegenüber Nau.ch. Denn: «Seither hat sich einiges geändert», sagt der SGB-Präsident. Einerseits seien die Renten der zweiten Säule gesunken, sodass man heute mit dem gleichen Kapital acht Prozent weniger Renten erhält.

    Andererseits seien beispielsweise bei der Nationalbank die Kassen rappelvoll. «Die SNB macht durchschnittlich jedes Jahr einen Gewinn von 20 bis 30 Milliarden Franken.» Dieses Geld würde längstens ausreichen, um anständige Renten auszuzahlen.

    Kommentare

    Weiterlesen

    Lohnerhöhung
    92 Interaktionen
    Für «soziale» Schweiz
    Pierre-Yves Maillard
    2 Interaktionen
    SGB-Präsident
    Matthias Müller SDS
    42 Interaktionen
    Meinung
    Rente
    16 Interaktionen
    Vorsorge

    MEHR AHV

    vpod
    24 Interaktionen
    Zürich
    nationalrat
    8 Interaktionen
    Bern
    baume-schneider
    198 Interaktionen
    So nicht

    MEHR AUS STADT BERN

    121 Interaktionen
    Bern
    SCL Tigers
    2 Interaktionen
    SCB unterliegt Ajoie
    YB Frauen
    4 Interaktionen
    Cup-Derby
    Kanton Bern
    Kanton Bern