Wasser

Abschlepper erklärt: So verhinderst du, dass Wasser ins Auto kommt

Nico Leuthold
Nico Leuthold

Kloten,

Die Unwetter der vergangenen Nacht riefen in der Region Zürich die Abschleppdienste auf den Plan. Nau.ch hat ein Unternehmen bei der Autobergung begleitet.

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Nau-Reporter Nico Leuthold begleitet am späten Dienstagabend nach den Unwettern einen Abschleppprofi in der Region Zürich bei der Arbeit. - Nau.ch / Nico Leuthold

Das Wichtigste in Kürze

  • Wegen der starken Unwetter blieben am Dienstag in der Region Zürich mehrere Autos liegen.
  • Der Grund: Die Motoren hatten Wasser angesaugt und abgestellt.
  • Schädlich ist das Wasser auch für die Elektronik der Fahrzeuge.

Am späten Dienstagabend hatten Abschleppdienste in der Region Zürich alle Hände voll zu tun.

Denn: Zahlreiche Autos, die wegen Wasserschäden nicht weiterfahren konnten, mussten abgeschleppt werden. Sie waren bei den starken Unwettern in geflutete Unterführungen gefahren – und stecken geblieben.

Nau.ch-Reporter Nico Leuthold konnte eine Nacht lang Fabian Knecht von der Autohilfe Zürich bei der Arbeit über die Schulter schauen.

Autos müssen mit Kran abgeschleppt werden

Gemeinsam sind sie unterwegs auf der Flughafenautobahn. Dort stecken gleich mehrere Fahrzeuge fest, die zu viel Wasser erwischt haben.

Denn, erklärt Abschlepp-Profi Fabian Knecht: «Wenn man durch zu tiefe Pfützen fährt, stellt der Motor ab.»

Abschlepp-Profi
Fabian Knecht ist Abschlepp-Profi und ist für die Autohilfe Zürich unterwegs. - Nau.ch / Nico Leuthold

Vor Ort muss ein Auto mit dem Kran von der Autobahn gehoben werden. Dazu meint Knecht: «Weil die Elektronik des Wagens im Wasser war, können wir den Parkgang nicht mehr rausnehmen.» Auch die Handbremse könne so nicht mehr gelöst werden.

Wenn man nicht weiss wie tief das Wasser ist, sollte man Auto stehen lassen

Daher sei es am einfachsten, das Auto mit dem Kran von der Strasse zu heben. Denn: «Elektronik und Wasser ist halt immer so eine Sache.»

Mit dem havarierten Auto geht es anschliessend ins Depot nach Wallisellen ZH. Dort wolle er dann am Morgen sehen, was man noch tun könne, erklärt Knecht.

Musste dein Auto schon einmal abgeschleppt werden?

Wichtig sei bei so starken Regenfällen, dass man vorausschauend fahre und die Geschwindigkeit anpasse, rät der Abschlepp-Profi.

«Wenn man nicht abschätzen kann, wie tief das Wasser ist, sollte man nicht hineinfahren.» Besser sei es, den Warnblinker einzuschalten und das Auto anzuhalten.

«Dann saugt der Motor Wasser an und stellt ab»

Als Faustregel gelte: Bis maximal zur Türöffnung dürfe der Wagen im Wasser stehen. Alles was darüber sei, sei ein Problem.

Abschlepper
Wer in zu tiefes Wasser fährt, muss sein Auto im Anschluss mit dem Kran abschleppen lassen. - Nau.ch / Nico Leuthold

«Dann saugt der Motor Wasser an und stellt ab», erklärt Knecht. «Das Wasser fliesst im Anschluss sofort durch die Dichtungen in den Fahrzeuginnenraum.»

Das führe dazu, dass man das Auto dann nicht mehr bewegen könne. «Und dann muss es mit dem Kran abgeschleppt werden.»

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Kommentare

User #5957 (nicht angemeldet)

'Wer in eine Unterführung fährt, ohne die Wassertiefe zu prüfen, trägt selbst Verantwortung. Autofahren erfordert Aufmerksamkeit und Vorausschau.'

User #4499 (nicht angemeldet)

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