Der Aargauische Ärzteverband hat die Web-App «Medical Guide» lanciert. Damit soll die Aargauer Bevölkerung selbstständig ermitteln können, wie dringend die Behandlung von gesundheitlichen Beschwerden ist.
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EPFL-Forschende entwickelt abbaubare Implantate, die keine Operation benötigen (Symbolbild). - Keystone

Wegen des Hausärztemangels würden sich immer mehr Menschen auch bei harmlosen Beschwerden an die Notaufnahmen der Spitäler wenden, teilte der Aargauische Ärzteverband am Dienstag mit. Andere Personen würden bei medizinischen Warnzeichen nicht oder zu spät reagieren. Bei beiden Problemen soll der «Medical Guide» nun Abhilfe schaffen.

Hinter der Web-App stehen neben dem Ärzteverband das kantonale Departement Gesundheit und Soziales und das Schweizer Unternehmen In4Medicine AG. Sie sei in Übereinstimmung mit der europäischen Medizinprodukterichtlinie entwickelt worden und könne die erste Anlaufstelle in der Akut- und Notfallversorgung werden.

Mit dem «Medical Guide» erhalten Patientinnen und Patienten Antworten auf Fragen wie etwa, ob sie mit ihren Beschwerden zum Arzt müssen oder ob sie sich selbst behandeln können. Die Bedienung ist laut dem Ärzteverband «sehr einfach». Der Benutzer werde von Frage zu Frage geführt.

Web-Apps können über den Browser auf dem Smartphone, PC oder Tablet aufgerufen werden und funktionieren ohne Installation aus einem App-Store. Die Benutzung von «Medical Guide» ist kostenlos. Der Kanton Aargau unterstützt das Projekt auch finanziell.

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