239 Millionen Jahre alte Insekten im Tessin entdeckt

Keystone-SDA
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Lugano,

Fossile Insekten aus der Trias-Zeit wurden bei Ausgrabungen im Tessin gefunden, darunter die älteste bisher bekannte Wespe.

Eine Wespe hat sich in ein Zimmer verirrt und fliegt an der Fensterscheibe entlang.
Im Tessin wurden 248 fossile Insekten, darunter die älteste Wespe, aus der Zeit vor 239 Millionen Jahren entdeckt. (Symbolbild) - dpa

Bei Ausgrabungen im Tessin sind 248 fossile Insekten aus der Zeit vor 239 Millionen Jahren entdeckt worden. Unter den Funden entlang des Baches Gaggiolo bei Meride ist die älteste bisher gefundene Wespe. Diese Insekten aus der Trias-Zeit wurden während der paläontologischen Ausgrabungen des Tessiner Kantonalen Naturhistorischen Museums (MCSN) in Lugano zwischen 2020 und 2023 ans Licht gebracht, wie die Tessiner Behörden am Donnerstag mitteilten.

Sie stammen aus der Zeit, bevor Dinosaurier die Erde dominierten. Die Entdeckungen geben Aufschluss über die Entwicklung einiger Insektengruppen nach dem Massenaussterben am Ende der Perm-Zeit vor rund 251 Millionen Jahren, wie es in einem Beitrag in «Communications Biology» heisst, auf den die Tessiner Behörden verwiesen. Trotz ihrer geringen Abmessungen zwischen zwei Millimetern und 2,5 Zentimetern sind die entdeckten Fossilien aussergewöhnlich gut erhalten.

Einblicke in prähistorische Morphologie

Dies ermöglicht wiederum die Beobachtung ihrer morphologischen Details. Gefunden wurden sowohl Süsswassergruppen wie Libellen und Köcherfliegen als auch Landgruppen wie Kakerlaken, Wanzen und Wespen. Bemerkenswert ist die Entdeckung der ältesten bisher entdeckten Wespe (Magnicapitixyela dilettae) und einer weiblichen Kakerlake. Sie ist mit ihren Fortpflanzungsorganen erhalten geblieben.

Die Fossiliensammlung, die im Tessiner Kantonalen Naturhistorischen Museum aufbewahrt wird, trägt laut den Tessiner Behörden wesentlich zum Verständnis der Evolution der Insekten bei. Es unterstreicht demnach auch die Bedeutung des Unesco-Weltnaturerbes Monte San Giorgio als Ort von weltweitem Interesse, nicht nur für seine Wirbeltiere, sondern auch für die paläontologische Forschung auf dem Gebiet der Insekten.

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