Gute Nachricht aus dem Reich der Tiere: In der Schweiz und Liechtenstein hat der Bestand an Säugetieren seit 1995 von 87 auf 99 Arten zugenommen.
Mäuse auf einem Ast
Mäuse vermehren sich enorm schnell. Hier: Feldmäuse auf einem Ast. - Shutterstock/Captivelight

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Schweizer Bestand an Säugetieren hat in den letzten 25 Jahren zugenommen.
  • Seit 1995 hat der Bestand von 87 auf 99 Arten zugenommen.
  • Kleine Arten sind jedoch immer noch gefährdet.

In der Schweiz und Liechtenstein hat der Bestand an Säugetieren seit 1995 von 87 auf 99 Arten zugenommen. Das hat die grösste jemals durchgeführte Erhebung ergeben. Dennoch kein Grund für Entwarnung: Kleine Arten sind gefährdet.

Einige der Tierarten wie Wölfe oder Fischotter sind zurück, andere wie Walliser Spitzmaus oder Kryptische Fledermaus wurden neu entdeckt. Das berichten Forschende der Schweizerischen Gesellschaft für Wildtierbiologie im neu erschienenen «Atlas der Säugetiere», dem umfassendsten Werk, dass es jemals zum Thema gab.

Elche in Finnland
Ein männlicher Elch steht in einem finnischen Wald. - dpa

Die Fortschritte, die in den letzten Jahren - auch dank menschlicher Hilfe - erzielt wurden, mögen imposant sein. Verglichen mit vor 100 Jahren, sind sie geradezu sensationell, wie im Vorwort des Buchs zu lesen ist. Damals waren Steinbock, Rothirsch, Reh und Wildschwein in der Schweiz ausgerottet, Gämsen gab's nur noch ein paar, Auerochs, Wisent, Wildpferd und Elch waren schon lange weg.

Bevölkerung sensibilisieren

Im Aktionsplan Biodiversität Schweiz (Bafu 2017) wurde unter anderem beschlossen, die Bevölkerung zum Thema Biodiversität zu sensibilisieren. Das ist zum Teil bereits geschehen, etwa im Rahmen des «Citizen Science»-Projekts, das mitgeholfen hat, über eine Million Beobachtungen zu sammeln, welche die Grundlage des «Atlas der Säugetiere» bilden.

Die Informationen zu beschaffen, war und ist nicht immer einfach: Neben Lebendfängen und Totfunden sowie Sichtungen - live oder dank Fotofallen - gelangten auch indirekte Tricks zur Anwendung: darunter mit Karton ausgelegte Spurentunnels mit Stempelkissen, wo tierische Passanten ihre Fährten hinterlassen. Auch Fressabfälle, Kot und Gewölle geben indirekte Auskunft über Tierarten.

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