Good News: Papp-Zelte retten australische Wildtiere nach Buschfeuer

    Anissa Perumbuli
    Anissa Perumbuli

    Australien,

    In Australien gibt es immer wieder Buschfeuer. Vor allem die Tiere leiden darunter. Nun finden einige in neuen «Habitat Pods» – Zelten aus Pappe – Schutz.

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    Die Zelte aus Pappe bieten kleinen Wildtieren Unterschlupf. - Australian Wildlife Conservancy

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nach Waldbränden sind kleine Tiere in grosser Gefahr, weil sie keinen Unterschlupf haben.
    • Wissenschaftler haben nun sogenannte «Habitat Pods» entwickelt.
    • Diese Papp-Pyramiden schützen die kleinen Tiere vor Raubtieren und dem Wetter.

    Australien wird immer wieder von Waldbränden heimgesucht. Nicht nur Menschen und die Natur leiden jeweils darunter, sondern auch zahlreiche Tiere. 

    Die Feuer in den Jahren 2019 und 2020 waren jedoch nochmals in einer ganz neuen Grössenordnung. In den Bränden letztes Jahr – dem «Schwarzen Sommer» – sind rund drei Milliarden Wildtiere gestorben.

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    Viele Kleintiere haben ausser den Habitat Pods keinen Schutz mehr. - AWC

    Nicht nur das Feuer macht den einheimischen Lebewesen zu schaffen, sondern auch die Leere danach. So haben die überlebenden Tiere häufig weder Futter noch Unterschlupf.

    «Habitat Pods» als Lösung

    Dafür hat eine australische Ökologin nun eine Lösung gefunden. Alex Carthey von der Macquarie Universität hat Pappzelte für die Säugetiere entwickelt.

    Die sogenannten «Habitat Pods» haben die Form einer Pyramide und sind aus biologisch abbaubarer Pappe. Das Tierzelt ist mit vielen Löchern ausgestattet, die als Ein- und Ausgänge für die bedrohten Kleintiere dienen.

    Erster Einsatz im North Head Sanctuary

    Zum ersten Mal kamen die Habitat Pods im November 2021 zum Einsatz. Ein eigentlich als Kontrollfeuer gedachter Brand war ausgeartet. Das Zuhause vieler Tiere wurde dabei zerstört.

    Angela Raña und ihr Team stellten danach im North Head Sanctuary rund 200 der faltbaren Papp-Pyramiden auf. Sie untersuchen daraufhin, wie gut diese die verbliebenen Tiere schützten.

    Viele Lebewesen hatten nicht so viel Glück: «Nach dem Brand fanden wir hauptsächlich verkohlte Skelette in der Asche». Es sei «herzzerreissend» gewesen. Sie waren dabei nicht nur dem Feuer, sondern auch den Raubtieren schutzlos ausgesetzt gewesen.

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    Bei einem ausser Kontrolle geratenen Brand starben viele Tiere. - AWC

    In der Mitteilung der «Australian Wildlife Conservancy» zeigen sich die Experten begeistert. Das Projekt sei vielversprechend, sagte Viyanna Leo, die leitende Ökologin des Wiederansiedlungsprogramms.

    Weiter erklärte sie: «Die Habitat Pods könnten ein effektives neues Instrument bei der Reaktion auf Buschfeuer werden. Das könnte den Unterschied zwischen Leben und Tod tausender einheimischer Tiere ausmachen.»

    Die «Australian Wildlife Conservancy» ist eine australische Organisation, die sich für den Erhalt bedrohter Wildtiere und Ökosysteme einsetzt.

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