Aktuell werden in China die Gesetze rund ums Zocken stark verschärft. Minderjährige dürfen nur noch drei Stunden die Woche spielen.
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Ein Teenager, der einen Controller hält, um ein Videospiel zu spielen. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In China sind derzeit die Sorgen um eine Online-Sucht der Jugendlichen gross.
  • Um dem entgegenzuwirken, dürfen diese seit Montag nur noch sehr wenig zocken.
  • Zur Kontrolle müssen Spielende sich mit echtem Namen registrieren.

Schon länger geht die chinesische Regierung rigoros gegen Online-Medien und Gaming bei Jugendlichen vor. Seit letztem Sommer müssen Spielerinnen und Spieler sich mit echtem Namen und Personalausweis registrieren, um zu zocken. Nun wird dazu noch die legale Spielzeit für Minderjährige massiv verkürzt.

China sieht Zocken als digitale Droge

Vergangenen Montag wurde von der Regierung mitgeteilt, dass die Jugendlichen nur noch drei Stunden die Woche spielen dürfen. Zeit dafür gibt es freitagabends von 20 bis 21 Uhr, und an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen je eine Stunde. Die Kontrolle über dieses Verhalten solle durch Anbieter und Dritte, wie etwa Lehrer geschehen, so «Golem».

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Video- oder Online-Spielsucht gehört künftig zum weltweit gültigen Katalog der Gesundheitsstörungen. Foto: Lino Mirgeler - dpa-infocom GmbH

China schreckt zur Kontrolle und Ausführung solcher Massnahmen auch nicht vor krasseren Methoden zurück. So wurde etwa vergangenen Juli bei Entwickler und Publisher Tencent eine Gesichtserkennung zur Kontrolle eingeführt. Die chinesische Regierung stelle Online-Spiele als «geistiges Opium» dar. Die Bevölkerung solle deshalb die Kinder einheitlich von dieser digitalen Droge beschützen.

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