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    US-Raumsonde «Osiris-Rex» verliert durch Leck Gesteinsproben von Asteroid Bennu

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    USA,

    Die US-Raumsonde «Osiris-Rex» verliert aufgrund eines Lecks einige der bereits gewonnenen Gesteins- und Staubproben vom Asteroiden Bennu.

    «Osiris-Rex» verliert einige zuvor gesammelte Proben
    «Osiris-Rex» verliert einige zuvor gesammelte Proben - NASA/AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nasa: «Beträchtlicher» Teil von eingesammelter Masse entwichen.

    Die US-Weltraumbehörde Nasa teilte am Freitag (Ortszeit) mit, die Sonde habe zuvor wohl zu viel Probenmaterial auf dem rund 330 Millionen Kilometer von der Erde entfernten Himmelskörper gesammelt. Demnach haben sich grössere Gesteinsbrocken wahrscheinlich so verkeilt, dass der Deckel des Sammelarms nicht mehr vollständig schliesst.

    Die Nasa arbeite nun daran, die verbliebenen Proben so schnell wie möglich in einer Kapsel zu verstauen. «Ein beträchtlicher Teil der erforderlichen gesammelten Masse ist entwichen», sagte der Leiter der Mission, Dante Lauretta, bei einer telefonischen Pressekonferenz. «Meine grosse Sorge ist nun, dass die Partikel weiter austreten und wir hier fast Opfer unseres eigenen Erfolgs werden.»

    Die Sonde habe etwa 400 Gramm Probenmaterial gewonnen, deutlich mehr als die mindestens vorgesehenen 60 Gramm. Nach Angaben der Nasa sind nun aber fünf bis zehn Gramm Partikel zu sehen, die um den Greifarm herum schweben. Durch die annähernde Schwerelosigkeit auf dem Asteroiden verhalten sich die Gesteinspartikel wie Flüssigkeiten. Wie viel Material genau verloren wurde, ist der Nasa zufolge noch nicht bekannt.

    Der Plan, am Samstag eine Massenmessung vorzunehmen, sei daher aufgegeben worden. Es bestehe das Risiko, weiteres Probenmaterial zu verlieren, erklärte die Nasa. Laut der Behörde müssen die Aktivitäten der Sonde nun so weit wie möglich heruntergefahren werden, um die Proben möglichst schnell zu verstauen.

    Die Mission soll zum Verständnis der Entstehung unseres Sonnensystems beitragen. Bennu wurde aus 500.000 bekannten Asteroiden ausgewählt - wegen seiner mit rund 490 Meter Durchmesser idealen Masse und weil er durch Teleskope betrachtet von einer Sandschicht überzogen schien, welche die Probenentnahme erleichtert hätte.

    Ende 2018 zeigten Bilder des Asteroiden allerdings, dass er in Wirklichkeit von Felsen überzogen ist. Die Nasa-Forscher suchten daher lange nach einem geeigneten Landepunkt für «Osiris-Rex». Ein zweiter Anlauf zum Probensammeln könnte im Januar genommen werden. Im März soll die Raumsonde dann ihre lange Rückreise zur Erde beginnen und dort im September 2023 ankommen.

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