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    Team deutscher Klimaforscher zieht Studie zurück

    Keystone-SDA
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    Deutschland,

    Die Kritik mehrerer Forscher führt zur Rücknahme einer deutschen Klimastudie aus dem renommierten Fachjournal «Nature».

    Ein Mann überprüft die durch Dürre verursachten Schäden an Reis (2022).
    Klimastudie: «Bis 2050 werden die wirtschaftlichen Schäden durch den Klimawandel die Kosten für Klimaschutz deutlich übersteigen.» (Symbolbild) - dpa

    Nach Kritik von mehreren Forschern hat ein deutsches Team eine Klimastudie von 2024 aus dem Fachjournal «Nature» zurückgezogen. Die Kernaussage habe weiter Bestand, schreibt das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), wo die Studie entstanden war: «Bis 2050 werden die wirtschaftlichen Schäden durch den Klimawandel die Kosten für Klimaschutz deutlich übersteigen.»

    Die Studie («The economic commitment of climate change») war am 17. April 2024 erschienen. Am 6. August 2025 veröffentlichte «Nature» eine Kritik von Solomon Hsiang von der Stanford University und zwei weiteren US-Forschern. Wirtschaftsdaten der Studie zu Usbekistan wichen demnach stark von denen der Weltbank zu diesem Land ab.

    Sie hätten einen erheblichen Einfluss auf die vorhergesagten Auswirkungen des Klimawandels. Das Studienteam führt dies auf eine fehlerhafte Umrechnung der Daten einiger Jahre zum Wirtschaftswachstum von Usbekistan zurück.

    Fehler in Prognosen und statistischen Unsicherheiten

    Die Studie unterschätze auch statistische Unsicherheiten in Prognosen zu Klimaauswirkungen, heisst es in der Kritik. Am 13. August publizierte das Fachjournal eine Kritik von Christof Schötz (TU München und PIK).

    Demnach wurden in der Studie statistische Korrelationen zwischen einzelnen Regionen nicht berücksichtigt. Werde dies korrekt getan, führe das zu deutlich grösseren statistischen Unsicherheiten als in der Studie angegeben.

    Das Team um Leonie Wenz vom PIK hat in Reaktion auf die Kritiken seine Studie überarbeitet und ins Netz gestellt, um einen Austausch darüber zu ermöglichen. Das PIK verweist ausdrücklich darauf, dass diese Fassung noch nicht begutachtet ist.

    Überarbeitete Version: weniger dramatische Prognosen

    Demnach könnte etwa die weltweite Wirtschaftsleistung Mitte dieses Jahrhunderts um 17 Prozent niedriger sein als ohne weiteren Klimawandel. In der «Nature»-Studie von 2024 waren 19 Prozent prognostiziert worden.

    Die jährlichen globalen Klimaschäden zur Mitte dieses Jahrhunderts in Dollar sind demnach nicht wie ursprünglich berechnet sechs-, sondern fünfmal so gross wie die Vermeidungskosten zur Begrenzung der globalen Erwärmung auf zwei Grad.

    «Unsere Kernaussagen haben Bestand und werden von einer wachsenden Fachliteratur bestätigt», sagte Wenz. «Immer mehr Studien zeigen, wie gravierend die Schäden des Klimawandels sind und dass es ein klares ökonomisches Argument für mehr Klimaschutz gibt.»

    Das Team wolle auf Grundlage des Feedbacks aus der wissenschaftlichen Community – auf die Studie und die überarbeitete Fassung – eine Neufassung der Studie zur Begutachtung einreichen.

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    Kommentare

    User #1049 (nicht angemeldet)

    Warum macht man keine Klimastudie, was der Krieg für Nebenwirkungen und Langzeitschäden mit sich bringt!

    User #2632 (nicht angemeldet)

    Wer wollte, konnte die 3 Verfasser der zurückgezogenen Studie finden: Titel: The economic commitment of climate change Autoren: a Maximilian Kotza, b Anders Levermanna, c Leonie Wenza Univeritäten: (a) Research Domain IV, Potsdam Institute for Climate Impact Research, Potsdam, Germany; (b) Institute of Physics, Potsdam University, Potsdam, Germany; (c) Columbia University; New York, United States. (d) Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Der Wortlaut der Studie ist im Netz.

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