Schweizer Weltraumteleskop bleibt länger im All
Das Weltraumteleskop Cheops darf länger forschen: Die Europäische Weltraumagentur ESA hat die Mission unter Schweizer Leitung bis 2029 verlängert.

Nachdem die ESA die Mission bereits 2023 erstmals um drei Jahre verlängert hatte, hat das zuständige Wissenschafts-Komitee nun eine weitere Verlängerung um drei Jahre beschlossen, wie die Universitäten Genf und Bern am Donnerstag mitteilten.
Unter der Leitung der Universität Bern und der ESA wurde das Weltraumteleskop von einem europäischen Konsortium gebaut. Seit dem Start im Dezember 2019 erforscht es Planeten ausserhalb unseres Sonnensystems. Das Kontrollzentrum wird von der Universität Genf betrieben.
Zu den bisherigen Entdeckungen gehört der Nachweis eines verformten Exoplaneten. Dieser hat wegen starker Gezeitenkräfte die Form eines Rugbyballs, nicht die einer Kugel. Ausserdem stellte die Entdeckung eines Planeten um den Stern LHS 1903 gängige Theorien zur Anordnung von Planeten in einem System infrage.
Neben Cheops wurden auch die anderen 12 Missionen, deren aktuelle Wissenschaftsphase Ende 2026 ausläuft, verlängert, wie die ESA mitteilte. Dazu gehören die bekannten Weltraumteleskope James Webb und Hubble sowie die Missionen Bepicolombo, Hinode, IRIS, Mars Express, Proba-3, SOHO, Solar Orbiter, XMM-Newton, Einstein Probe und XRISM
Die Schweiz ist an fast allen Projekten aktiv durch Technologie oder personelle Führung beteiligt; lediglich bei Hubble und Einstein Probe beschränkt sich die Rolle auf die finanzielle ESA-Mitfinanzierung und die reine Datennutzung.






