Schrödingers Katze springt doch nicht zufällig

    Rowena Goebel
    Rowena Goebel

    USA,

    Bisher ging man davon aus, dass Quantensprünge in Atomen völlig unberechenbar seien. Neue Erkenntnisse zeigen: Schrödingers Katze springt doch nicht zufällig.

    Schrödingers Katze
    Schrödingers Katze lässt sich im Sprung vom Leben zum Tod erwischen. - Pixabay

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Entwicklung eines Quantensprungs ist vorhersehbar und verläuft nicht zufällig.
    • Das zeigt ein Experiment der Universität New Haven.
    • Bis anhin ging man davon aus, dass das nicht der Fall sei.

    Ein Experiment zeigt: Anders als bisher angenommen, können Quantensprünge in Atomen vorhergesagt werden.

    Bis ihr Zustand gemessen wird, können Atome mehrere Zustände zugleich aufweisen. Bei der Messung ändert sich der Quantenzustand sofort – wie im berühmten «Schrödingers Katze»-Gedankenexperiment. Das berichtet das Forschungsmagazin «Nature».

    Dabei stellt man sich eine Katze vor, die zusammen mit einem instabilen Atomkern in einer verschlossenen Kiste sitzt. Durch die Strahlung wird das Tier schliesslich getötet. Die vorgeschlagene Schlussfolgerung des Physikers Erwin Schrödinger: Die Katze ist zugleich tot und lebendig, bis man dies prüft. Sie befindet sich also, wie das Atom, in mehreren Zuständen zugleich.

    Sprung von Schrödingers Katze vorhersehbar

    In der Theorie gibt es Anzeichen, dass es doch Vorzeichen für einen Quantensprung gibt. Diese theoretischen Modelle wurden von Zlatko Minev von der Yale University in New Haven und seine Kollegen untersucht.

    Im Rahmen des Experiments verwendeten die Wissenschaftler ein Atom, das drei Energiezustände aufweisen kann. Durch Mikrowellen wurde es schliesslich angeregt, seinen Zustand zu wechseln. Später sprang es zurück in seine Normalverfassung, wobei es ein Photon aussendete.

    Anhand der Daten aus den Mikrowellen und Photonen stellten die Forschenden schliesslich fest, dass Vorzeichen für einen Quantensprung existieren. Das Fazit: Quantensprünge sind tatsächlich zufällige und diskrete Ereignisse. Die Entwicklung eines Sprungs ist aber trotzdem vorhersehbar und verläuft nicht zufällig.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Einstein Schwarzes Loch Relativitätstheorie
    2 Interaktionen
    Gravitationswellen
    Bienen Honigbienen
    7 Interaktionen
    Tödliche Kombination
    Christine Lagarde
    9 Interaktionen
    Forschungsbericht
    RSV Impfung
    42 Interaktionen
    RSV-Impfung

    MEHR IN NEWS

    1 Interaktionen
    Dottikon AG
    Gepäck Flughafen Zürich
    30 Interaktionen
    Flughafen Zürich
    Ibach SZ
    Ibach SZ

    MEHR AUS USA

    Hitze und Feuer
    2 Interaktionen
    Los Angeles
    39 Interaktionen
    Washington
    a
    7 Interaktionen
    Fertig Luxus
    Timothy Busfield
    Albuquerque