Am Dienstag haben sich verschiedene Akteure in der Krebsbekämpfung zu einem runden Tisch getroffen. Dabei waren sich alle einig: Es braucht eine gemeinsame, koordinierte Krebsbekämpfung.
Krebsrisiko
Bewegung kann laut Experten das Krebsrisiko senken. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Harmonisierung der Massnahmen bei der Bewältigung der Krebserkrankung sei nach wie vor auch in der Schweiz ein dringendes Anliegen, teilte das Schweizerisches Konsumentenforum (kf), welches zum Anlass einlud, am Dienstag mit.

Das Versorgungsangebot für Krebsbetroffene sei in den einzelnen Kantonen sehr heterogen und nicht alle Patientinnen und Patienten hätten den gleichen Zugang zu Präventions- und Behandlungsangeboten.

Von 2014 bis 2020 sorgte die Umsetzung der «Nationalen Strategie gegen Krebs» (NSK) für eine bessere Koordination, Förderung und Harmonisierung der Massnahmen im Krebsbereich. Das Programm war bis 2017 geplant und wurde anschliessend um drei Jahre verlängert.

Nun soll das von der Schweizerischen Vereinigung gegen Krebs, Oncosuisse, geschaffene «Oncosuisse Forum» die Lücke füllen und Projekte in der Vorsorge, Betreuung und Forschung auf nationaler Ebene koordinieren. So werde die Nachfolge der NSK sichergestellt, wenn auch ohne behördlichen Auftrag, hiess es.

In der Schweiz erkranken jährlich rund 42'000 Menschen neu an Krebs; 17'000 sterben daran. Laut BAG dürften diese Zahlen Schätzungen zufolge in den nächsten 20 Jahren wegen der Bevölkerungsentwicklung noch um einen Drittel zunehmen. Im Durchschnitt entwickelt jede dritte Person im Laufe ihres Lebens eine Krebserkrankung.

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