Risikobereitschaft ist so stabil wie Intelligenz
Die menschliche Risikofreude schwankt je nach Situation. Und doch ist die Grundeinstellung zu Risiken offenbar ein so stabiles psychologisches Merkmal wie der Intelligenzquotient, wie Basler Forscher zusammen mit deutschen Kollegen nachgewiesen haben.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Risikobereitschaft hängt laut Forscher von der Persönlichkeit ab.
- Die Forscher der Uni Basel und eines Instituts Berlin führten mehrere Experimente durch.
- Die Risikofreude sei ein stabiler Faktor.
Ob
bei Geldanlagen oder bei der Entscheidung für oder gegen eine riskante
Operation: Je nach Lebensbereich sind Menschen mal risikoscheuer und mal
risikofreudiger. Und doch ist die Grundeinstellung zu Risiken offenbar ein
ähnlich stabiles Merkmal wie der Intelligenzquotient.
Stabiler Faktor
Forschende der Universität Basel und dem Max-Planck-Institut
(MPI) für Bildungsforschung in Berlin befragten die Teilnehmenden zum einen
über ihr Risikoverhalten in hypothetischen Szenarien sowie ihr Verhalten im
Alltag. Zum anderen liessen sie sie Verhaltensexperimente durchführen.
Insgesamt absolvierten die Probanden 39 Tests.
Nach sechs Monaten wiederholten die Wissenschaftler die
Untersuchung, um festzustellen, wie stabil die Ergebnisse über die Zeit waren. «Mit statistischen Methoden konnten wir nachweisen,
dass es einen übergreifenden Faktor der Risikobereitschaft gibt, der einen
grossen Teil des individuellen Verhaltens erklärt», so Jörg Rieskamp der Uni
Basel. «Zusätzlich gibt es aber je nach Situation Schwankungen.»






