Rakete «New Glenn» setzt Satelliten in falscher Umlaufbahn ab
Blue Origins Rakete «New Glenn» befördert den Satelliten «BlueBird 7» in eine zu tiefe Umlaufbahn – der Kommunikationssatellit gilt als verloren.

Die Rakete «New Glenn» von Jeff Bezos' Raumfahrtunternehmen Blue Origin hat beim dritten Start einen Rückschlag erlitten. Wie der «Tagesspiegel» berichtet, wurde der Satellit «BlueBird 7» in einer zu niedrigen Umlaufbahn abgesetzt.
Der Satellit trennte sich laut dem «SRF» zwar planmässig von der Rakete und fuhr seine Systeme hoch. Die erreichte Höhe war jedoch zu gering, um sich im Orbit zu halten.
Der Betreiber AST SpaceMobile bestätigte, dass «BlueBird 7» nun kontrolliert zum Absturz gebracht werden soll. Der Satellit gilt damit als vollständig verloren.
Triebwerk lieferte zu wenig Schub
Blue-Origin-Chef Dave Limp räumte den Fehler offen ein, wie der «Tagesspiegel» berichtet. Er erklärte: «Wir haben eindeutig nicht die Mission abgeliefert, die unser Kunde wollte und unser Team erwartet.»
Als wahrscheinliche Ursache nennt Limp ein Triebwerk, das ungenügend Schubkraft produziert habe.
Gemeinsam mit der US-Flugaufsichtsbehörde FAA werde der Vorfall nun untersucht, berichtet der «Tagesspiegel». Blue Origin und die FAA wollen die genauen Umstände des Versagens klären.
Teilerfolg der Rakete «New Glenn» trotz Panne
Trotz des Missgeschicks meldete die Mission auch einen Erfolg. Die wiederverwendbare erste Raketenstufe landete laut dem «SRF» erneut kontrolliert auf einer Plattform im Atlantik.

Es war das erste Mal, dass Blue Origin eine bereits benutzte Raketenstufe der «New Glenn» wiederverwendete, berichtet das «Handelsblatt».
Blue Origin will mit der Rakete «New Glenn» künftig gegen SpaceX von Elon Musk antreten. Dieses dominiert derzeit die kommerzielle Raumfahrt.












