Paul Scherrer Institut weist Wasserspuren auf Mars-Meteorit nach
In einer internationalen Studie unter Beteiligung des Paul Scherrer Instituts haben Forschende makroskopische wasserstoffreiche Bereiche im Inneren eines Mars-Meteoriten sichtbar machen können. Die Resultate liefern Hinweise auf frühe Wasser-Gesteins-Reaktionen auf dem Mars.

Der rote Planet sei nicht immer die staubige Wüste gewesen, als die er sich uns heute präsentiere, heisst es in einer Mitteilung des Bundes vom Donnerstag. Das Paul-Scherrer-Institut (PSI) in Würenlingen AG gehört zum ETH-Bereich der Eidgenossenschaft.
Daten von Raumsonden und Rover-Messungen deuten laut Mitteilung darauf hin, dass Wasser einst sogar an der Mars-Oberfläche floss – und heute vor allem als chemisch gebundener Wasserstoff in Mineralen im Gestein vorkommt.
Wie alt diese wasserstoffhaltigen Minerale sind und wo und in welcher Konzentration sie vorkommen, ist bislang jedoch nur teilweise verstanden. Dabei wären solche Details entscheidend, um die frühe Umwelt des Mars besser zu verstehen – und damit auch seine mögliche damalige Bewohnbarkeit, schreibt das PSI in der Mitteilung.
In einer interdisziplinären Kollaboration ging ein Forschungsteam aus Dänemark, Schweden und der Schweiz dem Wasser auf dem Mars nach – nicht auf dem Mars selbst, sondern in einem Stück Mars-Gestein, das vor vielen Millionen Jahren auf die Erde geschleudert wurde.
Die Studie liefert nicht nur neue Einblicke in die frühe Mars-Geschichte, sondern auch einen methodischen Durchbruch: Erstmals lässt sich Wasserstoff in Mars-Gestein dreidimensional und zerstörungsfrei kartieren.
Zwar wurde nur ein 12 x 8 x 2 Millimeter grosser Abschnitt untersucht, doch das Verfahren liesse sich auch auf grössere Proben anwenden – und könnte künftig eine wichtige Rolle spielen, wenn Gesteinsproben von Marsmissionen oder anderen Himmelskörpern zur Erde zurückgebracht werden, wie das PSI weiter schreibt.






