Für Reptilien wie Schlangen oder Krokodile gibt es kaum Artenschutzprojekte. Dies, obwohl rund 20 Prozent aller Kriechtiere vom Aussterben bedroht sind.
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Ein Krokodil liegt herum. - Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Jedes fünfte Reptil ist vom Aussterben bedroht.
  • Im Vergleich zu anderen Arten setzten sich die Tierschützer wenig für die Kriechtiere ein.

Zweifellos gibt es beliebtere Tiere als Reptilien. Vor Schlange haben viele Menschen Angst, genauso wie vor Krokodilen, die im Wasser auf ahnungslose Beute lauern. Dies könnte einer der Gründe sein, weshalb selbst Tierschützer diese Tiergruppe bislang vernachlässigten.

Für Säugetiere, Vögel und Amphibien gibt es zahlreiche Artenschutzprojekte. Für Reptilien hingegen gibt es laut einer Studie in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsjournals «Nature» nur wenige. Bei der Forschungsarbeit sollte herausgefunden werden, wie stark diese Tiergruppe überhaupt gefährdet ist.

20 Prozent aller Reptilien vom Aussterben bedroht

Das schockierende Ergebnis zeigte, dass jedes fünfte Reptil vom Aussterben bedroht ist. Am stärksten davon betroffen sind die Krokodile, sowie die Schildkröten. Von den im Wald lebenden Reptilien kämpfen rund 30 Prozent um ihr Überleben. Bei Spezies in Wüsten und Steppen sind es 14 Prozent.

Schildkröte
Die Schildkröte gehört zu den Reptilien. - AFP/Archiv

Da die Reptilien-Arten so unterschiedlich sind, haben sie mit verschiedensten Bedrohungen zu kämpfen. Die Hauptfaktoren seien jedoch dieselben wie bei anderen Tierarten. Landwirtschaft, Abholzung, Städtebau, invasive Arten und der Mensch. Unklar ist bis jetzt, ob der Klimawandel ebenfalls etwas mit dem Reptilienschwund zu tun hat.

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