Felix Keller (FDP): «Gute Raumplanung statt falsche Schuldzuweisung»
Der St. Galler FDP-Kantonsrat Felix Keller spricht sich im Gastbeitrag für ein Nein zur «10-Millionen-Schweiz»-Initiative aus.

Die zunehmenden Herausforderungen bei Wohnraum und Verkehr geben Anlass zur Sorge. Trotzdem lege ich am 14. Juni ein Nein zur «10-Millionen-Schweiz»-Initiative in die Urne, denn die Ursachen liegen nicht primär in der Bevölkerungsentwicklung, sondern in politischen Versäumnissen der vergangenen Jahre.
Zu lange wurde zu zögerlich geplant, zu wenig verdichtet und notwendige Infrastrukturprojekte verschleppt oder blockiert.
Eine starre Bevölkerungsgrenze greift deshalb zu kurz. Sie löst weder den Wohnungsmangel, noch reduziert sie Verkehrsprobleme automatisch.
Ohne vorausschauende Raumplanung, koordinierte Verkehrskonzepte und eine konsequente Innenentwicklung bleiben die strukturellen Probleme bestehen – unabhängig davon, wie viele Menschen in der Schweiz leben.
Die Schweiz verfügt über das Wissen und die planerischen Instrumente, um Wachstum nachhaltig und qualitativ zu steuern.

Statt symbolische Zahlenlimits zu bewerben, braucht es langfristiges Denken und konkrete Lösungen.
Zum Autor
Felix Keller (*1975) ist St. Galler FDP-Kantonsrat und Stadtparlamentarier.












