Logitech-Studie zeigt neue Kontrolllücke bei Technik
Die Logitech-Studie «Ctrl Tomorrow» zeigt eine digitale Kontrolllücke: Nur 30 Prozent fühlen sich technisch weitgehend selbstbestimmt.

Wer seine Technik sicher beherrscht, verbindet damit häufiger bessere Stimmung und mehr Selbstvertrauen. Das berichtet das «MORE Magazine» unter Berufung auf die weltweite Logitech-Studie «Ctrl Tomorrow».
Gleichzeitig geben weltweit 64 Prozent an, dass technische Probleme ihre Stimmung nach Feierabend beeinträchtigen. Weitere 64 Prozent reagieren auf technische Ausfälle mit Frust, Angst oder Wut, schreibt die «Borncity».
Für die Untersuchung entwickelte Logitech den sogenannten Ctrl Score. Er berücksichtigt unter anderem die bewusste Auswahl von Geräten, technisches Wissen und die Offenheit gegenüber neuen Werkzeugen.
4,2 Milliarden Menschen mit geringer Technikkontrolle
Die Auswertung teilt die Befragten in fünf Gruppen ein. Zehn Prozent sind Tech Commanders, 20 Prozent Tech Builders und 70 Prozent weniger selbstbestimmt.
«m&k» berichtet zudem von rund 4,2 Milliarden Menschen, die weltweit zu den weniger bewussten oder selbstsicheren Anwendern gerechnet werden. Die Zahl ergibt sich rechnerisch aus dem Anteil von 70 Prozent ohne hohes Mass an technischer Selbstbestimmung.
In Deutschland sehen 69 Prozent einen grösseren persönlichen Nutzen durch bessere Technikbeherrschung. Bei 64 Prozent trüben technische Probleme die Stimmung, bei 63 Prozent das Kontrollgefühl.
Deutsche setzen auf Hardware und bleiben bei KI skeptisch
Besonders stark ist das Kontrollgefühl bei physischer Hardware ausgeprägt. Laut dem «MORE Magazine» nennen dies in Deutschland 75 Prozent der Befragten, während der weltweite Wert bei 69 Prozent liegt.
Beim technischen Potenzial zeigt Deutschland dagegen weniger Zuversicht als einige andere Länder. Nur 56 Prozent sehen Technik als Möglichkeit, das eigene Potenzial zu fördern, gegenüber 61 Prozent weltweit, berichtet die «Borncity».
Auch bei künstlicher Intelligenz bleibt die Zurückhaltung deutlich. Nur 13 Prozent der Deutschen freuen sich darüber, dass KI ihre Möglichkeiten erweitert, während der weltweite Anteil 22 Prozent erreicht.
Technik prägt auch den Arbeitsplatz
52 Prozent erreichten dank technischer Kontrolle bereits zuvor unmögliche Ziele. In Deutschland liegt dieser Anteil dem «MORE Magazine» zufolge bei 41 Prozent.
Beim Arbeitsplatz zeigt sich ebenfalls eine deutliche Differenz. Nur 24 Prozent fühlen sich im Büro technisch stärker kontrolliert als zu Hause oder unterwegs.

Auch Gamer fallen in der Untersuchung auf: Weltweit sagen 81 Prozent, dass Gaming ihr Selbstvertrauen im Alltag stärkt und Ängste reduziert. In Deutschland liegt dieser Anteil bei 69 Prozent, wobei die Studie keinen direkten Ursache-Wirkungs-Zusammenhang belegt.
Untersuchung in neun Ländern
Die Erhebung wurde im Mai und Juni 2026 von der Kommunikationsagentur Burson durchgeführt. Mehr als 9400 Erwachsene nahmen an der Untersuchung teil.
Zusätzlich wurden 1350 IT-Entscheidungsträger befragt. Die Befragung umfasste Deutschland, die Schweiz, Frankreich, Grossbritannien, die USA, Australien, Indien, China und Brasilien.
Damit berücksichtigt die Studie unterschiedliche technologische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Laut «m&k» erfassen 35 Prozent der IT-Verantwortlichen regelmässig die Auswirkungen ihrer Technologieentscheidungen auf das Wohlbefinden.















