Börsen-Ticker zum SMI – Schweizer Börse bleibt im Minus
Der SMI steht am Donnerstagmittag deutlich unter Druck. 18 der 20 Titel verlieren, während ABB und Logitech zulegen.

Der Schweizer Aktienmarkt setzt seine Verlustserie am Donnerstag fort. Der SMI verliert gegen Mittag 1,1 Prozent auf 13'683,67 Punkte, berichtet die «Cash».
Damit fällt der Leitindex bereits den vierten Handelstag in Folge. Der SMIM gibt 0,7 Prozent nach, während der breite SPI rund 1,0 Prozent verliert.
Besonders unter Druck stehen Richemont, UBS und Sika. Richemont verliert 2,7 Prozent, UBS 2,0 Prozent und Sika 0,9 Prozent.
Schwergewichte belasten den SMI
Auch die grossen Indexwerte stehen mehrheitlich im Minus. Nestlé und Novartis verlieren jeweils 1,4 Prozent, während Roche 0,5 Prozent nachgibt.
ABB und Logitech entwickeln sich dagegen positiv. ABB gewinnt 0,7 Prozent und führt laut der «Cash» mit einem Jahresplus von rund 34 Prozent weiterhin deutlich.
Bei Lindt & Sprüngli setzt sich der Abwärtstrend nach der Gewinnwarnung fort. Die Aktie verliert 1,6 Prozent auf 80'600 Franken, während mehrere Banken ihre Kursziele gesenkt haben.
Inflation steigt – Dollar bleibt stark
Auch die Inflationsentwicklung beschäftigt den Markt. Die Schweizer Jahresinflation stieg im September auf 1,0 Prozent, schreibt «finanzen.ch».
Die Kerninflation erhöhte sich gleichzeitig von 0,4 auf 0,5 Prozent. Der Landesindex der Konsumentenpreise blieb gegenüber August unverändert bei 101,5 Punkten.
Am Devisenmarkt bleibt der US-Dollar gegenüber dem Franken vergleichsweise stark. Gegen Mittag kostet der Dollar 0,8360 Franken, während der Euro bei 0,9443 Franken liegt, so die «Cash» weiter.
SNB ohne Handlungsdruck, Ölpreis volatil, Infomaniak springt
Die Luzerner Kantonalbank sieht trotz der Frankenschwäche keinen unmittelbaren Handlungsdruck für die SNB. Importpreise seien gestiegen, während Zweitrundeneffekte bislang kaum festzustellen seien.
Gleichzeitig bleibt der Ölmarkt von starken Preisschwankungen geprägt. Der Brentpreis fiel zeitweise unter 97 Dollar und stieg anschliessend wieder über die Marke von 100 Dollar.

Für Aufmerksamkeit sorgt zudem der Börsenstart von Infomaniak. Der Genfer Cloud- und IT-Dienstleister eröffnete bei 56 Franken und wurde zwischenzeitlich bereits zu 140 Franken gehandelt.
Infomaniak startet per Reverse Takeover, Techwerte gefragt
Das Unternehmen kam über ein Reverse Takeover an die Schweizer Börse. Die Transaktion erfolgte über die bereits kotierte Beteiligungsgesellschaft Perrot Duval, wie die «Cash» erläutert.
Auch im breiten Markt zeigen sich einzelne Technologiewerte gegen den Trend robust. Inficon, Comet, Huber+Suhner und VAT profitieren laut «cash» von den positiven Vorgaben des US-Chipherstellers Micron.
Die «FuW» verweist zugleich auf das weiterhin schwierige internationale Umfeld. Inflations- und Zinssorgen sowie die Entwicklung der Ölpreise bleiben demnach wichtige Faktoren für das Börsengeschehen.












