Klug platzierte Steinhaufen fördern Präsenz von Hermelinen

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Bern,

Am richtigen Ort platzierte Stein- oder Asthaufen fördern nachweislich die Präsenz von Hermelinen. Das zeigen zwei neue Untersuchungen der Universität Bern, wie diese am Montag mitteilte.

Frisst pro Tag eine bis zwei Wühlmäuse und nützt damit der Landwirtschaft: das Hermelin (hier im weissen Winterkleid). (Archivbild)
Frisst pro Tag eine bis zwei Wühlmäuse und nützt damit der Landwirtschaft: das Hermelin (hier im weissen Winterkleid). (Archivbild) - KEYSTONE/DPA/KARL-JOSEF HILDENBRAND

Werden diese Stein- oder Asthaufen von Fachpersonen aufgebaut, gezielt geplant und zwischen mehreren landwirtschaftlichen Betrieben koordiniert, gibt es in diesen Gebieten 2,5-mal mehr Hermeline als in vergleichbaren Gebieten ohne entsprechende Massnahmen.

Das ergaben laut der Mitteilung die zwei neuen Studien des Instituts für Ökologie und Evolution der Berner Hochschule.

Um die Hermelinpräsenz in Gebieten mit gezielten Massnahmen zur Förderung der Biodiversität und in Gebieten ohne solche Massnahmen zu erfassen, setzten die Forschenden auf Kamerafallen und Artenspürhunde.

Die Kamerafallen wurden in Kisten mit Tunneln installiert, welche die neugierigen Tiere gern erkunden. Die Artenspürhunde waren darauf trainiert, Kot von Hermelinen über ihren Geruchssinn aufzuspüren.

Hermeline spielen laut Uni Bern eine wichtige Rolle für die Landwirtschaft, da sie sich von Feld- und Schermäusen ernähren und so zur biologischen Schädlingskontrolle beitragen. Sie stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Arten in der Schweiz.

Publiziert wurden die beiden Studien im Journal for Nature Conservation 85 und in der Publikation Global Ecology and Conservation 66. Das Institut für Ökologie und Evolution der Universität Bern widmet sich der Forschung und Lehre in allen Aspekten von Ökologie und Evolution und versucht, eine wissenschaftliche Basis für das Verständnis und die Erhaltung der lebenden Umwelt zu bieten.

In einem nächsten Schritt wird die Forschungsgruppe den Effekt von Kleinstrukturen wie Ast- oder Steinhaufen auf weitere Artengruppen wie Reptilien, Laufkäfer und Spinnen untersuchen.

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