Gehirn verändert sich während Aufenthalten im All
Der Körper verändert sich, wenn er dauernder Schwerelosigkeit ausgesetzt ist. Laut einer neuen Studie ist auch das Gehirn betroffen.

Das Wichtigste in Kürze
- Bei langen Aufenthalten im All verändert sich das Gehirn.
- Wegen der Schwerelosigkeit sind die Gleichgewichtsorgane weniger aktiv.
Ein Weltraumflug verändert den Körper, soviel ist klar. Die Muskeln und Knochen werden weniger gebraucht und schwinden deshalb. Doch was passiert mit dem Gehirn?
Dieser Frage sind Forscher aus Russland und Belgien nachgegangen. Sie haben zwölf Kosmonauten untersucht und mit einer Kontrollgruppe auf der Erde verglichen. Und dabei Erstaunliches herausgefunden: Auch das Gehirn verändert sich während der Zeit im All. Die Studie haben die Wissenschaftler bereits vor gut einem Monat publiziert.
Verantwortlich für die Veränderungen ist die Schwerelosigkeit. Die Gleichgewichtsorgane können keine verlässliche Informationen mehr weiterleiten.
Dies hat zur Folge, dass die betreffende Hirnregion weniger aktiv war. Das Gehirn verlässt sich dafür mehr auf die Reize, die von den Augen und Tastorganen kommen. Die betreffende Hirnregion war deutlicher aktiver.
Die Forscher warnen nun, dass die Auswirkungen von Weltraumaufenthalten auf den Kopf noch deutlich besser untersucht werden müssen.