Forschungsteam gibt verrufener Pflanze überraschend gute Note

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Schweizer Forschende stellen die Einstufung des Einjährigen Berufkrauts als invasive Art in Frage. Die wegen ihrer Schädlichkeit für die heimische Biodiversität bekämpfte Pflanze ist offenbar harmlos.

    Wiese
    Neue Untersuchung zeigt: Einjähriges Berufskraut schadet der Artenvielfalt nicht. (Symbolbild) - keystone

    Das teilte das Forum Biodiversität der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) am Mittwoch mit. Das Einjährige Berufkraut (Erigeron annuus) ist in der Schweiz als invasive gebietsfremde Art eingestuft.

    Ein Forschungsteam der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) konnte in einer Studie keinen Nachweis dafür finden, dass das Einjährige Berufkraut der Artenvielfalt schadet.

    Für die Untersuchung hat das Team zehn Wiesen analysiert. Dort verglichen die Forschenden kleine Flächen mit unterschiedlich viel Berufkraut. Manche Flächen waren frei von der Pflanze, andere waren zu mehr als der Hälfte damit bedeckt. Die Auswertung der Daten von insgesamt 40 Messflächen ergab, dass die Artenzahl und die Ausgeglichenheit der heimischen Pflanzenarten nicht von der Dichte des Berufkrauts beeinflusst wurden.

    Selbst bei einer Deckung von bis zu 55 Prozent durch den Neophyten sei kein negativer Effekt auf die Vielfalt der übrigen Pflanzen nachweisbar gewesen. Bei einem Diversitätsmass stellten die Forschenden sogar einen minimal positiven Effekt fest, wie sie in der Fachzeitschrift «Tuexenia» berichteten.

    Die Ergebnisse der Studie stehen im Widerspruch zur aktuellen Praxis in der Schweiz. Das Einjährige Berufkraut wird hierzulande als schädlicher invasiver Neophyt eingestuft und steht auf der Liste der verbotenen Organismen der eidgenössischen Freisetzungsverordnung.

    Behörden und Naturschutzorganisationen bekämpfen die Pflanze laut dem Forum Biodiversität teilweise mit hohem Aufwand. Die Autoren der Studie weisen darauf hin, dass auch andere wissenschaftliche Untersuchungen aus Europa zu ähnlichen Ergebnissen gekommen seien und ebenfalls keinen oder sogar einen positiven Effekt des Berufkrauts auf die Artenvielfalt gefunden hätten.

    Kommentare

    User #1427 (nicht angemeldet)

    Dies zum Thema invasive Pflanzen. Was natürllich wächst kommt natürlich vor. Die Natur regelt das von selber

    User #4402 (nicht angemeldet)

    Da diese Pflanze weder Nektar noch sonst etwas hat. Ernährt sie keine Schmetterlinge oder so

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