Forschende entwickeln Supraleiter bei Raumtemperatur in New York

    Victoria Lange
    Victoria Lange

    USA,

    Supraleiter können elektrischen Strom ohne Widerstand leiten. Forschende aus New York haben nun einen Weg gefunden, um dies bei Raumtemperatur zu ermöglichen.

    Supraleiter Raumtemperatur
    Forschende der Rochester University haben einen Supraleiter bei Raumtemperatur entwickelt. - Youtube / University of Rochester (Screenshot)

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein Supraleiter kann elektrischen Strom ohne Widerstand leiten.
    • Bisher war die Herstellung eines Supraleiters nur bei sehr tiefen Temperaturen möglich.
    • Forschende aus New York haben nun einen Supraleiter bei Raumtemperatur entwickelt.

    Seit Jahren versuchen Physikerinnen und Physiker aus aller Welt einen Supraleiter zu entwickeln, der im grossen Masse gebraucht werden kann. Denn: Ein Supraleiter kann elektrischen Strom mit einem gegen null strebenden Widerstand leiten.

    Theoretisch können solche Supraleiter schon gebraucht werden. Das Problem dabei ist, dass eine Temperatur von unter minus 140 Grad Celsius erreicht werden muss. Nun haben der Physiker Ranga Dias von der Rochester University in New York und sein Team eine Alternative gefunden. Ihr Ergebnis stellten sie im Magazin «Nature» vor.

    Sie stellten eine Mischung aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Schwefel her. Mit einem Laserstrahl wurde eine chemische Reaktion ausgelöst und aus der Mischung bildete sich ein Kristall. Die Forschenden senkten daraufhin die Temperatur. Der Widerstand gegen den durch den Kristall fliessenden Strom fiel auf Null – die Probe wurde supraleitend.

    Supraleiter bei Raumtemperatur

    Im Anschluss erhöhte das Team den Druck auf die Probe. Sie stellten fest, dass die sogenannte Sprungtemperatur immer höher wurde. Materialien, deren elektrischer Widerstand beim Unterschreiten der sogenannten Sprungtemperatur abrupt gegen null strebt, werden zu Supraleitern.

    Das beste erzielte Ergebnis der Forschungsgruppe war eine Sprungtemperatur von fast 15 Grad Celsius – also fast Raumtemperatur. Die Mischung aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Schwefel kann jedoch nicht im grossen Stil gebraucht werden. Um diese hohe Sprungtemperatur zu erreichen, musste der Druck auf die Probe auf 267 Gigapascal erhöht werden. Das entspricht dem 2,6 Millionenfachen des atmosphärischen Drucks.

    World's First Room Temperature Superconductor

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