Forschende decken Trick von Pilz gegen Weizen-Abwehrsystem auf

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Zürich,

Mehltau kann natürliche Resistenzen von Weizen austricksen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Zürich haben die Tricks des Pilzes entschlüsselt. Jetzt wollen sie den Spiess für den Weizen umdrehen.

Der Anbau von Weizen ist laut der Universität Zürich durch Pflanzenkrankheiten wie etwa dem Weizenmehltau-Pilz gefährdet. (Archivbild)
Der Anbau von Weizen ist laut der Universität Zürich durch Pflanzenkrankheiten wie etwa dem Weizenmehltau-Pilz gefährdet. (Archivbild) - KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

Die in der Fachzeitschrift «Nature Plants» veröffentlichten Resultate öffneten die Tür für die gezielte Entwicklung von Sorten mit weniger Resistenzdurchbrüchen, teilte die Universität Zürich (UZH) am Montag mit.

Weizen verfügen eigentlich über natürliche Resistenzen gegen krankheitserregende Pilze. Der Mehltaupilz schleust beim Befall einer Weizenpflanze hunderte kleiner Proteine, sogenannte Effektoren, in die Weizenzellen ein. Dort helfen sie dabei, eine Infektion zu etablieren. Vom Weizen produzierte Resistenzproteine können einzelne dieser Effektoren direkt erkennen. Dies löst eine Immunantwort aus, welche die Infektion stoppt.

Nun hat das Forschungsteam aber einen neuen solchen Mehltau-Effektor identifiziert. Auch dieser wird von einem bereits bekannten Weizen-Resistenzprotein erkannt. Dieser kann die Resistenz aber überwinden. Der Trick dabei. Der Pilz kann zusätzlich einen zweiten Effektor produzieren, der die pflanzliche Abwehrreaktion unterdrückt.

Auch dieser zweite Effektor kann laut den Forschenden aber von einem speziellen Resistenzprotein erkannt werden.

«Weil wir diese Mechanismen und die involvierten Krankheitsfaktoren des Pilzes nun kennen, können wir effektiver verhindern, dass Mehltau die Resistenz von Weizen durchbricht», wurde Forschungsgruppenleiter Beat Keller in der Mitteilung zitiert.

Denkbar wäre demnach etwa, eine Weizensorte zu züchten, die gleichzeitig über die Resistenzgene gegen beide Effektoren verfügt.

Das Forschungsteam hat laut der Universität bereits erste entsprechende Versuche im Labor dazu durchgeführt. Die UZH bezeichnete die Laborversuche als «erfolgversprechend». Ob sich dieser Ansatz im Feld bewähre, müsse sich jedoch erst noch zeigen.

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