Erde

    Esa bereitet in Corona-Krise Vorbeiflug von Merkursonde an Erde vor

    Keystone-SDA
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    Deutschland,

    Mitten in der Corona-Krise bereitet das Esa-Team der europäisch-japanischen Merkurmission BepiColombo einen Vorbeiflug der Sonde an der Erde vor.

    BepiColombo
    Patrick Martin, Missionsmanager der BepiColombo Mission (l) und Projektmanager Ulrich Reininghaus (r) vor einem Jahr im Esa-Operationscenter Darmstadt. Jetzt fliegt BepiColombo an der Erde vorbei und wird dabei vom Kontrollzentrum überwacht - wegen Corona mit reduzierter Belegschaft. (Pressebild) - sda - zVg Esa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im Kontrollzentrum in Darmstadt wird ein Vorbeiflug einer Sonde an der Erde vorbereitet.
    • Das Manöver am Karfreitag steht im Zeichen von Einschränkungen durch die Corona-Pandemie.
    • Die BepiColombo-Sonde startete im Oktober 2018 zu ihrer mehrjährigen Reise.

    Mitten in der Corona-Krise bereitet das Team der europäisch-japanischen Merkurmission BepiColombo im Esa-Satellitenkontrollzentrum in Darmstadt einen Vorbeiflug der Sonde an der Erde vor.

    Das Manöver am Karfreitag steht im Zeichen von Einschränkungen durch die Coronavirus-Pandemie, wie die Europäische Weltraumagentur Esa am Mittwoch mitteilte: Die Operation wird demnach mit begrenztem Personal im Esa-Kontrollzentrum ausgeführt.

    Keine Verschiebung möglich

    Denn auch im Darmstädter Satellitenkontrollzentrum Esoc müssen die Ingenieurinnen und Ingenieure als Reaktion auf die Coronavirus-Pandemie die derzeit in ganz Europa geltenden sozialen Distanzregeln einhalten. Verschoben werden kann das Manöver aber nicht.

    BepiColombo
    Ein Bild vom Mars, das die Sonde BepiColombo geschossen hat. Die Marssonde ist einiges der wenigen laufenden Unternehmen, welche die Missionskontrolle der Esa in Darmstadt noch bewältigen kann. Von 900 Mitarbeitern sind wegen Covid-19 nur noch 30 im Einsatz. (Archivbild) - SDA

    «Der Vorbeiflug an der Erde ist eine Phase, in der wir täglichen Kontakt mit der Raumsonde brauchen», erklärte die Leiterin des BepiColombo-Flugkontrollteams bei der Esa, Elsa Montagnon. «Dies ist etwas, das wir nicht aufschieben können - BepiColombo wird so oder so an der Erde vorbeifliegen.»

    Laut Esa zwingt die Coronavirus-Bedrohung nun das Team, mit minimaler persönlicher Interaktion im Kontrollzentrum zu arbeiten und gleichzeitig sicherzustellen, dass alle Schritte im Prozess ordnungsgemäss abgedeckt werden.

    Sonde ist bereits seit 2018 unterwegs

    Die BepiColombo-Sonde startete im Oktober 2018 zu ihrer mehrjährigen Reise zum sonnennächsten Planeten Merkur. Die Sonde umkreist derzeit die Sonne in einer ähnlichen Entfernung wie die Erde.

    merkur venus BepiColombo
    Eine grafische Darstellung der beiden Orbiter von «BepiColombo» am Planeten Merkur. - DLR/ESA/dpa

    Am Freitag kommender Woche um 6.25 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit wird sich die Raumsonde der Erde nun auf eine Entfernung von nur 12'700 Kilometer nähern. Das Manöver wird die BepiColombo-Sonde verlangsamen und ihre Flugbahn in Richtung des Zentrums des Sonnensystems krümmen, wodurch ihre Umlaufbahn um die Sonne enger wird.

    «Das ist das letzte Mal, dass wir BepiColombo von der Erde aus sehen werden», erläuterte der stellvertretende Projektwissenschaftler für BepiColombo bei der Esa, Joe Zender. «Danach wird sie tiefer in das innere Sonnensystem eindringen.»

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