Erde

    Wölbung unter der Erde: Haben Forscher die Arche Noah gefunden?

    Aaron Studer
    Aaron Studer

    Türkei,

    Am Berg Ararat in der Türkei sorgt eine rätselhafte Formation für Aufsehen. Sie erinnert an ein Schiff – und befeuert erneut Spekulationen um die Arche Noah.

    Arche Noah
    Es gibt neue Details zum vermeintlichen Fund der Arche Noah in der Osttürkei. - googlemaps/MahmoodSabet

    Das Wichtigste in Kürze

    • Neue Spekulationen rund um die Arche Noah in der Osttürkei: Radarbilder zeigen mögliche Hohlräume und tunnelartige Strukturen.
    • Die Grösse der Formation passt auffällig gut zur biblischen Arche-Beschreibung.
    • Geologen halten die Struktur jedoch für natürlich und fordern weitere Beweise.

    Am Berg Ararat in der Osttürkei sorgt eine rätselhafte Formation seit Jahrzehnten für Spekulationen. Sie ist rund 163 Meter lang und erinnert stark an ein Schiff.

    Für einige Forscher ist klar: Hier könnte die Arche Noah gestrandet sein.

    Berg
    Der Berg befindet sich im Osten der Türkei – nahe der Grenze zu Armenien und dem Iran. - googlemaps

    Die sogenannte «Durupinar-Struktur» wurde 1959 entdeckt und liegt rund 30 Kilometer südlich des Ararat. Seither wird darüber gestritten, ob es sich um ein riesiges Bauwerk oder eine natürliche Felsformation handelt.

    Messungen liefern Hinweise auf Hohlräume

    Neue Radaraufnahmen zeigen laut «DailyMail» mehrere Hohlräume im Inneren der Struktur. Zudem seien tunnelartige Formationen erkennbar, wie ein Forschungsteam berichtet. Besonders auffällig: rechteckige Bereiche, die auf eine mögliche menschliche Konstruktion hindeuten könnten.

    Auch die Grösse sorgt für Diskussionen. Im Alten Testament wird die Arche Noah mit einer Länge von 300 Ellen beschrieben – etwa 150 bis 160 Meter. Die «Durupinar-Struktur» misst rund 163 Meter.

    Für Befürworter ist das mehr als ein Zufall.

    Skeptiker bleiben zurückhaltend

    Viele Geologen sehen das anders. Sie verweisen darauf, dass bisher keinerlei Beweise für ein von Menschen gebautes Objekt gefunden wurden – etwa Holzreste oder Werkzeuge.

    Für sie ist die Erklärung deutlich einfacher: Die Formation sei durch natürliche Prozesse entstanden. Gestein und Sedimente hätten sich über Jahrtausende in diese Form geschoben. Ähnliche Strukturen sind in geologisch aktiven Regionen keine Seltenheit.

    Weitere Untersuchungen geplant

    Das Forschungsteam will die Untersuchungen fortsetzen. Geplant sind zusätzliche Radarmessungen sowie gezielte Bodenproben. Diese sollen klären, ob sich im Inneren tatsächlich künstliche Strukturen befinden.

    Gab es die Arche Noah wirklich?

    Ein eindeutiger Beweis steht jedoch weiterhin aus. Ob sich am Ararat tatsächlich die Arche Noah verbirgt, bleibt offen. Möglich ist auch, dass die Natur lediglich eine täuschend echte Schiffsform geschaffen hat.

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    Kommentare

    User #2338 (nicht angemeldet)

    Sieht eher aus wie der Swimmingpool des Ungeheuers von Loch Ness. Vielleicht finden "Forscher" dort dessen Knochen.

    User #5496 (nicht angemeldet)

    "Hohlräume" - ja, das ist das wichtigste passende Stichwort. So kann man es auch nennen, es gibt zahlreiche Synonyme für dieses Phänomen. Briten sprechen von deadheads, Franzosen vom baudruche, im Deutschen fallen mir noch mehr Ausdrücke ein.

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