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Empa-Studie sieht riesiges Recycling-Potenzial in fossilen Bauten

Keystone-SDA
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Dübendorf,

Ausgediente Ölplattformen, Kohleminen und Kraftwerke enthalten gewaltige Mengen an Stahl und Kupfer. Laut einer Schweizer Studie könnte das Recycling dieser «urbanen Minen» den Bau von Solar- und Windanlagen günstiger und umweltfreundlicher machen.

Raupenfahrzeug
In alten Kohlenminen und Ölplattformen verbergen sich wertvolle Ressourcen. (Symbolbild) - keystone

Das Recycling der fossilen Infrastruktur könnte den gesamten Stahl- und rund einen Drittel des Kupferbedarfs für die Energiewende decken, wie die Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) am Dienstag mitteilte. Die weltweiten Recyclinganlagen hätten ausreichende Kapazitäten dafür.

Mit dem Fortschreiten der Energiewende wird die bisherige fossile Infrastruktur zunehmend obsolet. Für die im Fachblatt «Nature Communications» veröffentlichte Studie wollte das Forschungsteam der Empa herausfinden, welches Rohstoffpotenzial in diesen ausgedienten Anlagen steckt und wie es für den grünen Umbau genutzt werden kann. Im Rahmen des EU-Projekts «CircEUlar» analysierten die Forschenden dafür weltweit die Vorkommen von 22 verschiedenen Materialien in Kohleminen, Öl- und Gasplattformen, Kraftwerken sowie Pipelines.

Die Wiederverwertung der Metalle ist laut den Forschenden auch ökologisch und ökonomisch sinnvoll. Die Recyclingprozesse seien deutlich umweltfreundlicher als die primäre Gewinnung. Während bei der Stahlproduktion Schlacke und Kohlendioxid entstünden und Kupferminen giftige Abfälle produzierten, benötige das Recycling hauptsächlich Strom.

Durch die Wiederverwertung liessen sich bis 2050 Kosten durch Umwelt- und Gesundheitsschäden von vier bis elf Billionen US-Dollar einsparen. «Zusätzlich lassen sich bis zu zwei Milliarden Tonnen CO2-Äquivalente vermeiden. Das entspricht etwa 50 Jahren Schweizer Emissionen», fügte Schlesier hinzu.

Als wesentliche Herausforderung nannten die Studienautoren fehlende wirtschaftliche Anreize. Während staatliche Konzerne ein Interesse an der Verminderung gesellschaftlicher Kosten haben könnten, gelte dies für private Energiekonzerne meist nicht. «Diese haben meist kein wirtschaftliches Interesse daran, externalisierte Kosten zu minimieren», sagte Schlesier. Gezielte staatliche Anreize könnten hier Abhilfe schaffen.

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