Die spektakulärsten Sonnenfinsternisse der Schweiz

Keystone-SDA
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Bern,

Eine totale Sonnenfinsternis ist extrem selten: Im Schweizer Mittelland verdunkelte sich die Sonne zum letzten Mal im Jahr 1724 komplett. Für das nächste 100-prozentige Spektakel müssen wir uns noch bis zum 3. September 2081 gedulden. Doch in der Zwischenzeit gab esr immer wieder partielle Finsternisse. Eine Auswahl:

totale sonnenfinsternis
Bei einer partiellen Sonnenfinsternis wird nur ein kleiner Teil der Sonne vom Mond verdeckt. (Archivbild) - Keystone

8. JULI 1842: TOTALE SONNENFINSTERNIS IM PUSCHLAV UND MENDRISIOTTO

Während die letzte totale Sonnenfinsternis in Grossteilen der Schweiz bereits 302 Jahre zurückliegt, erlebten die südlichsten Zipfel des Landes in der Zwischenzeit noch einmal ein Spektakel: Am 8. Juli 1842 berührte der Kernschatten des Mondes das Tessin und das Puschlav. Es war das bislang letzte Mal, dass eine totale Sonnenfinsternis auf Schweizer Boden beobachtet werden konnte.

17. APRIL 1912: EIN SPEKTAKEL ZU BEGINN DES 20. JAHRHUNDERTS

Damals verfehlte der Kernschatten des Mondes die Schweiz nur knapp. In der Schweiz wurden je nach Region bis zu 90 Prozent der Sonnenscheibe vom Mond bedeckt. In anderen Teilen Europas verdunkelte sich die Sonne bei dieser sogenannten «hybriden» Finsternis phasenweise sogar total oder zu einem leuchtenden Feuerring (ringförmig).

15. FEBRUAR 1961: DER DÜSTERE ASCHERMITTWOCH

An diesem eiskalten Februarmorgen versank die Schweiz in einer unheimlichen Dämmerung. Die Totalitätszone verlief knapp südlich durch Frankreich und Norditalien. In der Südschweiz wurde ein Überdeckungsgrad von bis zu 98 Prozent erreicht. Für eine knappe Stunde sah es so aus, als würde der Tag gar nicht erst richtig beginnen.

11. AUGUST 1999: DIE BERÜHMTE SONNENFINSTERNIS DER NEUNZIGERJAHRE

Wer damals schon dabei war, erinnert sich garantiert an den Hype. Ganz Europa deckte sich mit Schutzbrillen ein. Die Zone der absoluten Dunkelheit zog in greifbarer Nähe an der Schweizer Nordgrenze (Süddeutschland, Österreich) vorbei. In der Schweiz wurde die Sonne je nach Region zu bis zu 99,5 Prozent bedeckt. Die Landschaft wurde in ein fahl-silbriges Licht getaucht und die Temperaturen fielen spürbar ab.

20. MÄRZ 2015: DER KÜHLE FRÜHLINGSMORGEN

Ein weiteres Grossereignis, bei dem die ganze Schweiz durch Pappbrillen in den Himmel starrte. Die Sonne wurde zu bis zu 75 Prozent verdeckt. Es reichte aus, um das Sonnenlicht seltsam gedämpft erscheinen zu lassen – eine eindrückliche «Mondsichel» dominierte den klaren Vormittagshimmel.

29. MÄRZ 2025: DER KLEINE VORGESCHMACK

Mit bis zu 14 Prozent Bedeckung am Samstagmittag war diese Verfinsterung der Sonnenscheibe eher bescheiden. Dennoch galt sie unter Astronomen als ein wichtiger Startschuss, denn sie läutete eine seltene Häufung von grossen europäischen Finsternissen in den Folgejahren ein.

12. AUGUST 2026: DAS BEVORSTEHENDE MEGA-EREIGNIS

Am Abend des 12. August 2026 erwartet die Schweiz die grösste partielle Sonnenfinsternis bis zum Jahr 2075. Kurz vor Sonnenuntergang wird die Sonne je nach Region zu bis zu 93 Prozent verdeckt sein. Wer einen freien Blick auf den nordwestlichen Horizont hat, wird eine glutrote Sonnensichel untergehen sehen.

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