Die meisten Menschen cremen sich falsch ein – so geht es richtig

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Bern,

Sonnencreme auftragen – und fertig? Ganz so einfach ist es nicht. Entscheidend ist nicht nur, welchen Lichtschutzfaktor ein Produkt hat, sondern auch, wie viel davon verwendet wird, wie oft nachgecremt wird und ob die Sonnencreme überhaupt regelmässig zum Einsatz kommt. Die wichtigsten Tipps für einen wirksamen Sonnenschutz.

Sonnencreme
Eine Mutter cremt ihr Kind mit Sonnencreme ein. - keystone

GENÜGEND SONNENCREME VERWENDEN:

Die meisten Menschen verwenden deutlich zu wenig Sonnencreme. Für die Bestimmung des Lichtschutzfaktors im Labor werden 2 Milligramm Sonnencreme pro Quadratzentimeter Haut aufgetragen. Um diesen Schutzwert im Alltag tatsächlich zu erreichen, braucht es für den ganzen Körper eines Erwachsenen ungefähr 30 bis 40 Milliliter Sonnencreme – das entspricht etwa sechs Teelöffeln oder einer gut gefüllten Handfläche. Als Faustregel gilt: Für jeden Arm, jedes Bein, den Oberkörper vorne, den Rücken sowie Kopf und Hals jeweils eine Fingerlänge Sonnencreme auftragen. Wer deutlich weniger verwendet, erhält oft nur einen Bruchteil des angegebenen Schutzes.

REGELMÄSSIG NACHCREMEN:

Im Laufe des Tages wird die Sonnencreme durch Schwitzen, Baden, Abtrocknen mit dem Handtuch oder schlicht durch Reibung an Kleidung teilweise entfernt.

NACH DEM BADEN NEU EINCREMEN:

Nach dem Baden sollte man auch bei wasserfester Sonnencreme nachcremen. «Wasserfest» bedeutet nur, dass nach einem standardisierten Wassertest noch mindestens die Hälfte des ursprünglichen Schutzes vorhanden sein muss. Bei «wasserresistent» wird 40 Minuten getestet, bei «sehr wasserresistent» 80 Minuten. Eine Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor (LSF) 30 kann danach also ungefähr noch LSF 15 haben – und trotzdem als wasserfest gelten.

EINE SONNENCREME WÄHLEN, DIE ANGENEHM IST:

Die beste Sonnencreme nützt wenig, wenn sie zu Hause im Schrank bleibt. Fachleute empfehlen deshalb, ein Produkt zu wählen, das sich angenehm auftragen lässt und zum eigenen Hauttyp passt. Ob mineralische oder chemische Filter, Lotion, Gel, Spray oder Creme: Entscheidend ist, dass die Sonnencreme regelmässig und in ausreichender Menge verwendet wird. Studien zeigen, dass Menschen Produkte, die sie als angenehm empfinden, häufiger und grosszügiger auftragen – und dadurch letztlich besser geschützt sind.

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