Berner Forscher finden Beleg für Magnetfelder auf Exoplaneten

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Bern,

Ein Forschungsteam mit Berner Beteiligung hat den bisher stärksten Hinweis auf Magnetfelder ausserhalb unseres Sonnensystems entdeckt. Offenbar bremsen sie die extremen Winde auf den fernen Gasriesen.

Berner Forschende liefern den bisher klarsten Beweis für Magnetfelder auf fernen Riesenplaneten. (Symbolbild)
Berner Forschende liefern den bisher klarsten Beweis für Magnetfelder auf fernen Riesenplaneten. (Symbolbild) - KEYSTONE/VALENTIN FLAURAUD

Für eine in der Fachzeitschrift «Nature Astronomy» veröffentlichte Studie hat das Forschungsteam die Windgeschwindigkeiten auf sieben heissen, Jupiter-ähnlichen Exoplaneten analysiert, wie die Universität Bern am Dienstag mitteilte.

Die Forschenden stellten auf den untersuchten Exoplaneten Windgeschwindigkeiten von rund 7200 bis über 25'000 Kilometern pro Stunde fest. Zum Vergleich: Die schnellsten Winde auf dem Jupiter in unserem Sonnensystem erreichen etwa 1500 km/h.

Bei der Analyse der Daten entdeckte das Team ein unerwartetes Muster: Je höher die Temperatur eines Planeten ist, desto geringer ist seine Windgeschwindigkeit. «Das widerspricht völlig der Intuition, denn unter sonst gleichen Bedingungen verfügen heisse Planeten über mehr Energie, um die Winde zu beschleunigen», wird Mitautor Vivien Parmentier in der Mitteilung zitiert.

Als plausibelste Erklärung für dieses Phänomen identifizierte das Team das Vorhandensein von planetarischen Magnetfeldern. Diese können wie eine Bremse wirken und die Bewegung von geladenen Teilchen in der Atmosphäre verlangsamen. Anhand der Daten leitete das Team die Stärke der Magnetfelder für jeden der sieben Planeten ab. Die Stärken sind mit jenen im Sonnensystem vergleichbar und entsprechen etwa dem Vierfachen des Saturn-Magnetfelds oder der Hälfte des Jupiter-Magnetfelds.

Die Existenz starker Magnetfelder könnte bedeuten, dass auf diesen Exoplaneten Polarlichter entstehen, die noch spektakulärer als auf der Erde sind.

Ausserdem sind die Forschungsergebnisse laut den Forschenden ein wichtiger Schritt, um zu verstehen, welche Planeten ihre Atmosphäre und ihr Wasser behalten und potenziell Leben beherbergen könnten.

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