Laut einer Basler Studie soll Karies familienabhängig sein. Jüngere Geschwister sollen demnach ein dreifach höheres Risiko auf Karies haben.
Karies
Laut einer Basler Studie sind Karies familienabhängig. - Pexels

Das Wichtigste in Kürze

  • Einer Basler Studie zufolge liegt Karies in der Familie.
  • Jüngere Geschwister haben ein dreifach höheres Risiko für Karies.
  • Kinder mit Migrationshintergrund sollen ebenfalls häufiger betroffen sein.

Karies liegt einer Basler Studie zufolge in der Familie. Demnach haben jüngere Geschwister ein um mehr als dreifach höheres Risiko für Karies. Dies wenn das erstgeborene Kind bereits in Berührung mit der Zahnkrankheit gekommen ist.

Dringend zu behandelnde aktive Fälle von Karies waren 3,5 Mal wahrscheinlicher. Das berichteten die Forschenden der Universität und des Universitären Zentrums für Zahnmedizin Basel im Fachmagazin «Clinical Oral Investigations». Je kleiner der Altersunterschied dabei war, desto grösser auch das Risiko für die jüngeren Geschwister.

In die Studie flossen die Daten der jährlichen Zahnkontrolle von 6'738 Geschwistern aus 3'089 Familien ein. Alle sind im Kanton Basel-Stadt wohnhaft. Fast jedes fünfte Kind wies Zähne mit aktiver Karies auf.

Kinder mit Migrationshintergrund häufiger von Karies betroffen

Ebenfalls ging aus der Studie hervor, dass Schweizer Schülerinnen und Schüler seltener von Karies betroffen waren als Kinder mit Migrationshintergrund. Auch das Wohnquartier spielte eine Rolle. Die Zahl der Kinder, die mit Karies in Berührung kamen, erstreckte sich zwischen 26,8 und 65,7 Prozent. Die Fälle aktiver Karies reichen von 9,9 Prozent bis 29,1 Prozent.

Die Studie soll Forschenden dienen, Präventionsmassnahmen bei betroffenen Familien gezielter einzusetzen. «Damit wir dem Ziel der Kariesfreiheit bei Kindern und Jugendlichen wieder näherkommen.» Dies teilte die Zahnmedizinerin und Erstautorin Andreina Grieshaber gemäss der Mitteilung mit.

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