Zwei Jungen an Londoner Schule niedergestochen
In London wurden ein 12- und ein 13-Jähriger in der Schule niedergestochen und schwer verletzt. Ein 13-jähriger Tatverdächtiger wurde festgenommen.

Das Wichtigste in Kürze
- In London wurden zwei Schüler von einem Mitschüler mit einem Messer angegriffen.
- Der mutmassliche Täter floh von der Schule, konnte dann aber gefasst werden.
- Gegen ihn wird wegen des Verdachts auf versuchten Mord ermittelt.
An einer Schule im Nordwesten Londons sind zwei Jungen im Alter von 12 und 13 Jahren niedergestochen worden. Als tatverdächtig gilt ein 13-Jähriger, der nach der Messerattacke von der Schule im Stadtteil Brent geflohen sein soll, sagte Detective Chief Superintendent Luke Williams von der Londoner Met Police.
Der Tatverdächtige sei kurz nach dem Vorfall wegen des Verdachts auf versuchten Mord festgenommen worden, erklärte Williams weiter. Dabei konnte demnach auch eine Waffe sichergestellt werden.

Den Angaben nach befinden sich die beiden Jungen in einem ernsten Zustand und werden notfallmässig behandelt. «Wir warten auf ein Update zu ihrem Zustand, gehen aber davon aus, dass die Lage ernst ist», so Williams.
Die Ermittlungen werden laut Williams aufgrund der Umstände inzwischen von der Londoner Anti-Terror-Polizei geleitet. Als terroristisch werde der Vorfall jedoch derzeit nicht eingestuft, sagte Williams. Die Hintergründe seien noch unklar.
Immer wieder Messergewalt in England
Die britische Bildungsministerin Bridget Phillipson brachte in einem X-Beitrag ihre Bestürzung zum Ausdruck. Das Ministerium stehe mit der Schule und Gemeinde in Kontakt. «Mein tiefstes Mitgefühl gilt den betroffenen Familien sowie den Jugendlichen, Lehrern und der gesamten Schulgemeinschaft», schrieb die Ministerin.
Auch Innenministerin Shabana Mahmood sprach auf X von einem «schockierenden Angriff». Der Polizei müsse nun der «nötige Freiraum» für die weiteren Ermittlungen gegeben werden.
Grossbritannien kämpft seit Jahren mit Messergewalt. Immer wieder sind dabei auch sehr junge, häufig männliche Teenager involviert – als Opfer und Täter. Premierminister Keir Starmer bezeichnete die Messergewalt 2024 bereits als nationale Krise.












