Huntingdon: Familie des Helden der Messerattacke bedankt sich

Keystone-SDA
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Grossbritannien,

Ein 48-jähriger Bahnmitarbeiter namens Sam wird zum Helden, als er während einer Messerattacke in einem englischen Zug Menschenleben rettet.

Huntingdon Messerattacke
Das Bahnunternehmen London North Eastern Railway (LNER) teilte mit, Samir «Sam» Zitouni sei seit 20 Jahren dort angestellt. - keystone

Der Mann, der während der Messerattacke in einem englischen Zug Menschenleben rettete und um sein eigenes kämpfen musste, ist 48 Jahre alt und wird Sam genannt. «Wir sind unheimlich stolz auf Sam und seinen Mut. Die Polizei nannte ihn am Samstagabend einen Helden, aber für uns – war er schon immer ein Held», teilte die Familie des Bahnmitarbeiters mit.

Der 48-Jährige hatte sich am Samstagabend Polizeiangaben zufolge dem Angreifer entgegengestellt und war dabei selbst schwer verletzt worden. Die British Transport Police teilte der Nachrichtenagentur PA am Dienstag mit, dass sich der Mann im Spital in einem stabilen, jedoch kritisch ernsten Zustand befinde.

«Wir sind zutiefst berührt von der Liebe und Freundlichkeit, die Sam entgegengebracht wurden, sowie von den zahlreichen Genesungswünschen», teilte die Familie mit. Insgesamt elf Menschen hatten im Spital behandelt werden müssen; sechs wurden inzwischen entlassen.

Tatverdächtiger wegen versuchten Mordes angeklagt

Der Täter hatte während der Fahrt plötzlich um sich gestochen. Der Zugführer brachte den Zug unplanmässig am Bahnhof Huntingdon zum Stehen. Ein 32 Jahre alter Tatverdächtiger wurde mittlerweile wegen versuchten Mordes in mehreren Fällen angeklagt. Der nächste Gerichtstermin ist für Anfang Dezember geplant.

Das Bahnunternehmen London North Eastern Railway (LNER) teilte mit, Samir «Sam» Zitouni sei seit 20 Jahren dort angestellt. Er arbeitet als sogenannter Customer Experience Host – er unterstützt und betreut die Bahnfahrenden an Bord.

«Sein Handeln war unglaublich mutig, und wir sind sehr stolz auf ihn und auf all unsere Kolleginnen und Kollegen, die an diesem Abend so viel Tapferkeit gezeigt haben», sagte LNER-Direktor David Horne. «Unsere Gedanken und Gebete sind weiterhin bei Sam und seiner Familie. Wir werden sie weiterhin unterstützen und wünschen ihm eine vollständige und schnelle Genesung.»

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