«Zutiefst bewegt»: Starmer trifft Familie von Henry Nowak

Keystone-SDA
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Grossbritannien,

Der britische Premierminister Keir Starmer hat die Familie des getöteten Studenten Henry Nowak in der Downing Street empfangen. Es habe ihn «zutiefst bewegt», dessen Angehörige zu treffen, sagte Starmer laut einer Mitteilung. Bei dem Treffen habe er die «Würde und Stärke angesichts unvorstellbaren Leids» der Familie erlebt.

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Der britische Premierminister Keir Starmer. (Archivbild) - keystone

Der Fall um den getöteten Studenten sorgte in den vergangenen Tagen in Grossbritannien für Aufruhr. Im südenglischen Southampton kam es am Dienstagabend im Zuge eines Protests zu Ausschreitungen.

Es habe ihn «sehr bewegt», mehr über das Leben des 18-Jährigen zu erfahren, so Starmer. «Henry verdient ein Vermächtnis, das über diese schreckliche Tragödie hinausgeht, und ich setze mich dafür ein, dass dies geschieht.»

Nowak war im Dezember 2025 in Southampton niedergestochen worden. Die Polizei schenkte jedoch dem Täter Glauben, der behauptete, rassistisch beleidigt worden zu sein und sich als Opfer darstellte. Die schweren Verletzungen Nowaks waren zunächst nicht sichtbar. Seine Beteuerungen, er sei niedergestochen worden und könne nicht atmen, wurden ignoriert. Ihm wurden Handschellen angelegt, als er bereits im Sterben lag. Bodycam-Aufnahmen des Vorfalls schockierten zuletzt auch ausserhalb Grossbritanniens.

Rechtspopulistische Politiker und Rechtsextremisten sehen den Fall als angeblichen Beleg dafür, dass Bemühungen zur Bekämpfung von Rassismus in Grossbritannien bei der Polizei inzwischen zu einer Benachteiligung der weissen Mehrheitsbevölkerung führen. Liberale und Linke wittern dahinter eine Kampagne mit rassistischem Hintergrund. Am Montag wurde der Täter zu einer lebenslangen Haftstrafe von mindestens 21 Jahren verurteilt.

Es gebe viele schwierige Fragen zu klären, machte Starmer laut Mitteilung erneut klar. Man werde «alle notwendigen Massnahmen ergreifen, um die Fehler in diesem Fall wiedergutzumachen», versprach er. Einheit müsse über Spaltung und Hass gestellt werden, nur so könne man Henrys Andenken ehren.

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Kommentare

User #1040 (nicht angemeldet)

Wieso erst jetzt der Beileidsbesuch ? Oder weil die Allgemeinheit erst jetzt alles erfahren hat , und vorher war es nur eine Verschwörung ?

Speedy Gonzales

Wo ist der Schutz der bürger. So eine sauerei.

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