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    Zu wenig Klimaschutz könnte G7-Staaten Billionen Euro kosten

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    Deutschland,

    Die Botschaft der Hilfsorganisation Oxfam an die führenden Industrienationen ist eindeutig: Um enormen Wirtschaftsschaden abzuwenden, müssen ehrgeizigere Klimaschutzmassnahmen ergriffen werden.

    Die Morgensonne hinter qualmenden Schornsteinen eines Blockheizkraftwerkes. Foto: Patrick Pleul/dpa
    Die Morgensonne hinter qualmenden Schornsteinen eines Blockheizkraftwerkes. Foto: Patrick Pleul/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Hilfsorganisation Oxfam warnt die führenden Industrienationen vor heftigem Schaden für die Wirtschaft durch mangelnden Klimaschutz.

    «Die Klimakrise könnte die G7-Staaten im Jahr 2050 durchschnittlich 8,5 Prozent ihrer jährlichen Wirtschaftsleistung kosten, wenn sie keine ehrgeizigeren Massnahmen zur Bekämpfung der Klimakatastrophe ergreifen», teilte Oxfam am Montag mit. Der Verlust beliefe sich dann auf 4,8 Billionen Dollar (3,95 Billionen Euro), wie Berechnungen auf Grundlage einer Analyse des Schweizer Swiss Re Institutes ergeben hätten.

    Bei ihrem Gipfel ab Freitag in Cornwall sollten sich die G7 darauf einigen, «die CO2-Emissionen schneller und stärker zu senken». Neben Deutschland und Grossbritannien sind Frankreich, die USA, Italien, Japan und Kanada Mitglieder der Gruppe sieben führender demokratischer Wirtschaftsmächte.

    Das Swiss Re Institute hatte bereits im April festgestellt, dass der Klimawandel langfristig die grösste Gefahr für die Weltwirtschaft sei. Ohne Gegenmassnahmen drohe bis 2050 ein Temperaturanstieg um mehr als 3 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter, die Weltwirtschaft würde um 18 Prozent schrumpfen. Oxfam bezieht sich auf ein Szenario, bei dem Swiss Re bereits von «einigen Gegenmassnahmen» und einem Anstieg von 2,6 Grad ausgeht. Das globale Bruttoinlandsprodukt würde in dem Modell um 14 Prozent sinken. Dieses Niveau könnte nach Oxfam-Angaben auf Grundlage aktueller Zusagen aller Länder erreicht werden.

    Oxfam kritisierte, dass die Zusagen der G7-Staaten vor der Weltklimakonferenz Ende des Jahres deutlich hinter dem zurückblieben, was nötig sei, um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen. Dabei sollten die G7 als einige der grössten Emittenten der Welt mit gutem Beispiel vorangehen.

    «Die prognostizierten wirtschaftlichen Turbulenzen in den wohlhabenden G7-Ländern sind nur die Spitze des Eisbergs», sagte Max Lawson, Leiter der internationalen Kampagne gegen soziale Ungleichheit. «In vielen wirtschaftlich benachteiligten Teilen der Welt werden Todesfälle, Hunger und Armut als Folge extremer Wetterereignisse zunehmen.»

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