Wutrede einer Abiturientin in Deutschland geht viral
Die Wutrede einer Abiturientin in Deutschland sorgt für eine bundesweite Debatte. Die 18-Jährige erhebt schwere Vorwürfe gegen ihre Schule.

Bei der Abschlussfeier am Robert-Stock-Gymnasium in Hagenow, Deutschland, sorgte die Rede einer Schülerin für bundesweite Aufmerksamkeit. Laut «Tagesschau» kritisierte 18-Jährige Teile des Kollegiums und die Vorbereitung auf die Abiturprüfungen.
Die Schülerin kritisierte häufige Lehrerwechsel und veraltetes Unterrichtsmaterial, berichtet «Focus». Sie verwies zudem auf eine Durchfallquote von rund 34 Prozent und stellte deren Ursachen zur Debatte.
Laut «Tagesschau» bestanden 17 Schülerinnen und Schüler das Abitur nicht, eine weitere Person wurde nicht zugelassen. Die Rednerin machte dafür unter anderem Mängel bei der Vorbereitung auf die Abiturprüfungen verantwortlich, berichtet «heute.at».
Wutrede gegen Schule und Lehrkräfte
Im Saal richtet sie ihre Worte an Mitschüler, Lehrkräfte und Eltern und wählt bewusst konfrontative Formulierungen, berichtet «Merkur». Sie fragte, ob die Schülerinnen und Schüler zu wenig gelernt hätten oder ob Schule und Bildungssystem Mitverantwortung trügen.

Die Schülerin kritisierte einzelne Lehrkräfte und sprach von «völlig inkompetenten Lehrern», berichtet «heute.at». Zudem warf sie der Schule vor, auf angeblich pädophile Aussagen eines Lehrers nicht reagiert zu haben
Im Saal waren neben Raunen auch lauter Applaus und Zuspruch von einigen Mitschülern zu hören, berichtet «heute.at». Zum Abschluss richtete die Schülerin eine vulgäre Botschaft an Menschen, die ihrem Jahrgang die hohe Durchfallquote gönnten.
Schulamt weist Vorwürfe zurück
Einen Tag nach der Rede gab sich die 18-jährige Ellenor Bockentin gegenüber dem «Nordkurier» namentlich zu erkennen, berichtet «Focus». Sie erklärte, inhaltlich zu ihrer Rede zu stehen, würde heute aber einzelne Formulierungen anders wählen.
Das Schulamt Schwerin reagierte auf die Rede und kritisierte die darin geäusserten Beschimpfungen und Verunglimpfungen, schreibt «Bild». Zugleich erklärte die Behörde, die Ursachen der erhöhten Zahl nicht bestandener Abiturprüfungen würden umfassend analysiert.
Den Vorwurf häufiger Lehrerwechsel wies die Behörde zurück, wie «Welt» berichtet. Sie verwies auf eine durchgehend sichergestellte Unterrichtsversorgung in den Abiturfächern.












