Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage ist der rote Teppich in Cannes Schauplatz politischer Proteste geworden.
Cannes
In Cannes wird die «Palme d'or» (Goldene Palme) vergeben. - dpa

Eine Gruppe von Aktivistinnen entrollte am Sonntag ein langes Banner mit den Worten «In Frankreich» (En France) und dann vielen weiblichen Namen. Am Ende des Banners, das die Frauen mit gereckten Fäusten und Rauchmaschinen in ihren Händen präsentierten, stand: «129 Femizide seit dem letzten Festival in Cannes.» Mutmasslich handelte es sich also um Namen von Frauen, die wegen ihres Geschlechts getötet wurden.

Die Security liess die Aktivistinnen - anders als eine Frau, die am Freitag lautstark gegen Vergewaltigungen an ukrainischen Opfern protestierte - gewähren.

Ob der Protest abgesprochen war, blieb unklar. Anschliessend wurde die Premiere von «Holy Spider» gezeigt: ein Thriller von Ali Abbasi, der von einem Mann erzählt, der Sexarbeiterinnen in der iranischen Stadt Maschhad ermordet und überzeugt ist, sich dabei auf einer göttlichen Mission zu befinden.

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