Es gibt etliche Varianten des Coronavirus. Längst nicht alle davon gelten als besorgniserregend. Eine neue Subvariante von Delta will die Weltgesundheitsorganisation nun aber genauer im Auge behalten.
Schild zur sozialen Distanzierung in London. Kürzlich hatten Experten Von einer - noch geringen - Ausbreitung der Mutante in Grossbritannien berichtet. Foto: Alberto Pezzali/AP/dpa
Schild zur sozialen Distanzierung in London. Kürzlich hatten Experten Von einer - noch geringen - Ausbreitung der Mutante in Grossbritannien berichtet. Foto: Alberto Pezzali/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat laut eigener Aussage eine neue Mutante der Corona-Variante Delta im Blick, die auch in Deutschland bereits gefunden wurde.

Das Virus namens AY.4.2 weise zwei zusätzliche Mutationen auf, teilte die WHO auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Das Robert Koch-Institut (RKI) berichtete auf Anfrage, dass die Subvariante von Delta seit der Woche vom 5. bis 11. Juli circa 280 Mal in Deutschland nachgewiesen worden sei. Es wird jedoch nur ein kleiner Teil der Corona-Proben auf Virenvarianten geprüft. Der Anteil von AY.4.2 an allen Gesamtgenomsequenzen habe seit jener Woche in der Stichprobe des RKI zwischen 0 und 0,5 Prozent gelegen. Die Verbreitung ist damit noch sehr gering.

In RKI-Veröffentlichungen zu Varianten wird bislang nicht auf AY.4.2 eingegangen. Dies wäre erst der Fall, wenn die WHO die Mutante als von Interesse oder als besorgniserregend einstufen würde, hiess es.

Kürzlich hatten Experten von einer - noch geringen - Ausbreitung der Mutante in Grossbritannien berichtet. Auch Russland verzeichnete erste Fälle, wie ein Vertreter der Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadsor laut Agentur Interfax sagte.

Daneben hat es auch Nachweise von AY.4.2 in den USA und in Dänemark gegeben. Forscher gehen allerdings bislang nicht davon aus, dass die Mutante deutlich ansteckender sein könnte als die bisherige Delta-Variante.

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