Weisser Ring registriert stark steigende Zahl von Anfragen wegen Gewalt
Zum zehnten Jahrestag seines Bestehens registriert das Opfertelefon des Weissen Rings eine stark steigende Zahl von Opferanfragen wegen Körperverletzung und häuslicher Gewalt.

Das Wichtigste in Kürze
- Opferschutzorganisation zieht Bilanz nach zehn Jahren Opfertelefon.
Im vergangenen Jahr seien mehr als 2300 Anrufe zu solchen Themen eingegangen, teilte die Organisation, die sich um die Unterstützung von Kriminalitätsopfern kümmert, am Dienstag mit. Dies sei ein Plus von mehr als 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gewesen.
Auf der Liste der am häufigsten angesprochenen Deliktarten folgen Stalking und Sexualvergehen, wie der Weisse Ring mitteilte. Seit Inbetriebnahme des Opfertelefons am 1. August 2009 hätten sich mehr als 150.000 Anruferinnen und Anrufer an die Berater gewandt. Gut zwei Drittel der Hilfesuchenden seien Frauen.
Der Opfertelefon des Weissen Rings will Betroffenen von Kriminalität nach eigenen Angaben eine unkomplizierte und niedrigschwellige Beratung anbieten. Während sich die Polizei nach einer Straftat vor allem um den oder die Täter kümmert, will der 1976 gegründete Weisse Ring die Opfer in den Mittelpunkt rücken.










