Heute keine Rettung mehr: Wal soll sich nachts erholen
Ist es seine letzte Chance? Deutsche Behörden und Umweltaktivisten versuchen händeringend, einen Buckelwal in Küstennähe zu retten. Die Zeit wird knapp.

Das Wichtigste in Kürze
- Buckelwal Timmy lag seit mindestens Samstag in der Bucht vor Wismar in flachem Wasser.
- Kurz nach einem missglückten Rettungsversuch am Montagabend setzte er sich in Bewegung.
- Mittlerweile ist Timmy abgetaucht und in Bewegung, die Polizei wartet auf Sichtungen.
Kurzes Aufatmen bei Wal Timmy: Der Buckelwal, der seit Tagen vor Wismar im flachen Wasser festsass, ist am späten Montagabend abgetaucht und wieder in Bewegung.
Die Einsatzkräfte haben ihr Polizeiboot zurückgefahren und warten nun auf neue Sichtungen, bevor sie erneut auslaufen.
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) sagte: «Der Wal kämpft – aber er ist angeschlagen. Jetzt muss er sich selbst helfen».
Im Ticker von Nau.ch bleibst du zu den neusten Entwicklungen rund um den Wal in der Ostsee auf dem Laufenden.
Wal soll sich über Nacht erholen
18.30: Am Dienstag wird es keine weitere Rettungsaktion für den gestrandeten Ostsee-Wal geben. Das hat ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums Mecklenburg-Vorpommern gegenüber der «Bild Zeitung» gesagt.
«Es wird heute keine weitere Rettungsaktion geben. Dem Tier soll Zeit gelassen werden, um sich weiter zu erholen.»

Der Wal habe genug Möglichkeiten, sich selbst aus der misslichen Lage zu befreien. Das wolle man abwarten. «Im Moment wird noch darüber beraten, ob gegebenenfalls morgen früh eine weitere Aktion stattfinden wird.»
Wal will nicht wegschwimmen
16.18: Obwohl er die Möglichkeit hätte, sich aus eigener Kraft freizuschwimmen, verharrt der Buckelwal auf der Sandbank vor Wismar.
Zwar soll er sich laut «Focus» immer wieder bewegen und mit seiner Flosse schlagen. Weiterschwimmen will er aber offenbar nicht.

Die Rettungskräfte bleiben auf Abstand. Denn: Man will dem Tier Ruhe gönnen.
Eile ist aktuell nicht angebracht. Der Wasserstand ist aktuell hoch genug, damit der Wal sich aus eigener Kraft befreien könnte.
Wal sitzt schon wieder fest
14.24: Der vor der deutschen Ostseeküste vor Wismar gesichtete Buckelwal sitzt erneut in einer Bucht fest.
Das teilten der Umweltminister des deutschen Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus, und die Umweltschutzorganisation Greenpeace auf einer Pressekonferenz mit.
Greenpeace war zuvor mit einem Schlauchboot in der Wismarer Bucht unterwegs gewesen, um den dort erneut gesichteten Buckelwal von flacheren Gewässern fernzuhalten.
«Wir sind aber guten Mutes, dass der Wal sich weiter entscheidet, im Freiwasser zu bleiben und in die weitere Ostsee zu schwimmen», sagte Greenpeace-Meeresbiologe Thilo Maack in Wismar.
Der Wal ist wieder aufgetaucht!
10.03: Der vor Deutschland gestrandete Buckelwal ist nach seinem zwischenzeitlichen Abtauchen erneut in der Ostsee vor der Stadt Wismar gesichtet worden. Er schwimme frei, teilte das Deutsche Meeresmuseum mit.
Das war auch auf Bildern einer Live-Kamera zu sehen, auf denen sich das Tier bewegt. Es sei zu hoffen, dass der Buckelwal Richtung Norden schwimme, sagte eine Sprecherin des Meeresmuseums.
Boote suchen nach abgetauchtem Buckelwal
08:50: Seit dem Morgen suchen Einsatzkräfte wieder nach dem Buckwal vor der Ostseeküste, der sich am Vortag aus dem flachen Wasser vor Wismar losgeschwommen hat und dann abgetaucht ist.
Die Boote seien nun auf dem Wasser, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei am Morgen. Gesehen worden sei der Wal von den Helfern bislang nicht, auch Meldungen einer Sichtung habe es noch nicht gegeben.
Der Buckelwal lag seit mindestens Samstag in der Bucht vor Wismar in flachem Wasser und wurde von Schaulustigen abgeschirmt.
Am Montagabend hatte sich der Wal mit weiter steigendem Wasserstand dann bewegt und war dann abgetaucht. Da er wegen der Dunkelheit nicht mehr zu sehen war, fuhren die Boote in der Nacht zurück.
«Die Ruhe, die wir dem Wal gegeben haben, hat sich ausgezahlt. Er hat genug Kraft getankt, um auf die Motivation durch unser Boot zu reagieren und loszuschwimmen», sagte der Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus (SPD) am Abend.
Bereits am Montagnachmittag hatten Wissenschaftler, Umweltschützer und Umweltminister Backhaus versucht, Kontakt zu dem Tier aufzunehmen. Der Wal habe auf die Annäherung des Boots reagiert und agiler gewirkt, sagte ein Ministeriumssprecher.
Keine Sichtung des Wals in der Nacht
05.26: Laut der «Bild»-Zeitung gab es in der Nacht auf Dienstag keine Sichtungen von Timmy. Das letzte Mal wurde er vor 23 Uhr an der Seebrücke in Wendorf gesehen, wo er auch am Montag lag.
Steuert er nun endlich in Richtung offenes Meer und damit zum Atlantik?
Das wäre die Voraussetzung für ein mögliches Happy End.
Denn nur im salzhaltigen Atlantikwasser kann sich seine Haut erholen. Zudem findet Timmy dort tieferes Gewässer und genügend Nahrung, um wieder zu Kräften zu kommen.
Buckelwal vor Ostseeküste ist abgetaucht
01.00: Buckwal Timmy ist vor der Ostseeküste abgetaucht und nicht mehr zu sehen. Das sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei in der Nacht. Das Polizeiboot sei deswegen auch wieder zurückgefahren. Es mache keinen Sinn, in der Dunkelheit nach dem Wal zu suchen, so der Sprecher weiter.
Es stehe aber eine Bootsbesatzung bereit. Die Einsatzkräfte würden nun unter anderem Sichtungen von Bürgern abwarten und sich dann auf den Weg machen.

Am Abend hatte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) gesagt, der Wal sei zunächst in die falsche Richtung – also Richtung Hafen – geschwommen. Später am Abend dann aber war er seewärts unterwegs.
«Der Wal kämpft – aber er ist angeschlagen», so Backhaus. Jetzt müsse er sich selber helfen.












