Waffenversteck bei Elitesoldat: Bewährung für 46-Jährigen
Ein Ausbilder des Kommandos Spezialkräfte hortet im Garten Waffen, Munition und Sprengstoff. Er gehörte zur inzwischen aufgelösten 2. Kompanie. Der Ex-Soldat kommt mit einer Bewährungsstrafe davon.

Das Wichtigste in Kürze
- Jahrelang hortete ein Elitesoldat des Kommandos Spezialkräfte (KSK) Waffen, Sprengstoff und Munition in seinem Garten in Nordsachsen - dafür muss er aber nicht ins Gefängnis.
Das Landgericht Leipzig verurteilte den 46-Jährigen zu einer Haftstrafe von zwei Jahren wegen Verstössen gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz, das Waffengesetz und das Sprengstoffgesetz. Das Gericht setzte die Strafe jedoch zur Bewährung aus.
Die Generalstaatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von zweieinhalb Jahren gefordert, die Verteidigung eine Bewährungsstrafe. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
In Kisten, Eimern und Säcken hatte der Oberstabsfeldwebel der 2. Kompanie des KSK ein gefährliches Arsenal in seinem Garten in Collm (Landkreis Nordsachsen) vergraben: Zwei Kilogramm professionellen Sprengstoff, mehrere Tausend Stück Gewehr- und Pistolenmunition, ein Sturmgewehr AK47, eine Armbrust, eine Nebelhandgranate sowie Schusswaffen und Waffenteile. Bei der Durchsuchung des Hauses hatten die Ermittler im Mai 2020 zudem Schriften mit rechtsextremen Inhalten entdeckt. Nach umfangreichen Ermittlungen war dem Angeklagten aber kein rechtsradikaler Hintergrund nachgewiesen worden.










