Hitzewelle erreicht Deutsch- und Westschweiz erneut
Die Hitzewelle kehrt zurück: In Teilen der Deutsch- und Westschweiz gilt erneut Warnstufe 3.

In der Schweiz hat sich die nächste Hitzewelle bereits angekündigt. Für grosse Teile der Deutsch- und Westschweiz gilt seit Sonntag eine Hitzewarnung der Stufe 3, wie die «MeteoSchweiz» berichtet.
Betroffen sind die Nordwestschweiz, die Zentralschweiz und das Rheintal. Auch Regionen vom Genfersee über das Drei-Seen-Land bis zum Jurasüdfuss sind betroffen.
Die Warnung gilt mindestens bis Freitag, 14. August. Tagsüber werden verbreitet Höchsttemperaturen zwischen 31 und 36 Grad erwartet.
Höhepunkt der Hitzewelle folgt ab Donnerstag
Besonders heiss dürfte es ab Donnerstag werden. Laut der «MeteoSchweiz» erreicht die Hitzebelastung dann voraussichtlich ihren Höhepunkt.
Auch die Nächte bleiben warm. Die Tiefsttemperaturen liegen in den betroffenen Regionen zwischen 16 und 21 Grad.
Auf der Alpensüdseite gilt eine Hitzewarnung der Stufe 3. Dort werden nachts teilweise Temperaturen zwischen 19 und 23 Grad erwartet.
Gewitter sorgen für wechselhaftes Wetter
Die zunehmende Hitze geht zunächst mit einer erhöhten Gewittergefahr einher. Am Montag besteht der «MeteoSchweiz» zudolge besonders im Flachland ein erhöhtes Potenzial für lokal kräftige Gewitter.
In Gewitternähe können zudem Sturmböen auftreten. Am Sonntagnachmittag wurde auf der Alpennordseite ausserdem mit stark auffrischendem Nordwestwind gerechnet.
Bereits die «MeteoNews» hatte auf eine neue Hitzeperiode hingewiesen. Nach einer kurzen Verschnaufpause sollten die Temperaturen wieder verbreitet über 30 Grad steigen.
Hitze belastet Mensch und Infrastruktur
Die erneute Hitzewelle folgt auf eine aussergewöhnlich heisse Phase Ende Juli. Damals wurden in verschiedenen Regionen Temperaturen von bis zu 39 Grad gemessen, berichtet die «Swissinfo».
Extreme Hitze kann nicht nur die Gesundheit belasten. Auch Energieversorgung, Bahnverkehr, Trinkwasser und Landwirtschaft können betroffen sein.

Hohe Wassertemperaturen können beispielsweise die Kühlung von Kernkraftwerken erschweren. In Beznau mussten deshalb bereits Reaktoren wegen der hohen Temperatur der Aare vorübergehend abgeschaltet werden.
Auswirkungen auf Wasser und Landwirtschaft
Auch Schweizer Gewässer haben sich während der vergangenen Hitzeperiode stark erwärmt. Einige Seen lagen zeitweise deutlich über den langjährigen Durchschnittswerten.
Hohe Wassertemperaturen können zudem die Vermehrung bestimmter Keime begünstigen. Gleichzeitig können sinkende Flusspegel die Konzentration verschiedener Schadstoffe im Wasser erhöhen.
Für die Landwirtschaft bedeutet die Hitze einen höheren Bewässerungsbedarf. Die «Swissinfo» berichtet zudem von möglichen Qualitätsproblemen bei Obst und Gemüse sowie höheren Produktionskosten.








