Deutschlands UN-Botschafter hat den Klimawandel als zentrales Problem und Sicherheitsrisiko für die Welt bezeichnet. Auch in Haiti entstehen dadurch Konflikte.
Trecker auf einem trockenen Feld
Trecker auf einem trockenen Feld - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Konflikte in Krisenregionen durch Dürre oder Überflutungen häufen sich.
  • Durch Dürre, Trockenheit und Hitze entstehen in Krisenregionen Konflikte.
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Die Corona-Pandemie sei eine riesige Herausforderung, sagte Heusgen der «Rheinischen Post» vom Samstag. «Aber das bereits seit geraumer Zeit bestehende und alles überwölbende internationale Problem ist der Klimawandel.» Deutschland stelle das als derzeit nichtständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat in den Mittelpunkt.

Dürre, Trockenheit und Überflutungen in Haiti sowie Afghanistan

In Krisenregionen von Afghanistan bis Haiti entstünden Konflikte durch Dürre, Trockenheit, Hitze und Überflutungen, sagte Heusgen weiter. Beispiele für die Auswirkungen der Erderwärmung auch auf die Sicherheitslage seien etwa die Sahelzone und die Region um den Tschadsee.

«Es kommt regelmässig zu Situationen, in denen Nomaden mit Herden auf der Suche nach Weidegrund aufgrund von Dürre abwandern müssen. Und andernorts mit der bereits ansässigen Bevölkerung in Konflikt geraten.» Sagte Deutschlands UN-Botschafter.

Deutschland will Sonderbeauftragten für Klima und Sicherheit

Deutschland hatte bis Ende Juli den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat inne. Bundesaussenminister Heiko Maas (SPD) hatte vergangene Woche UN-Generalsekretär Antonío Guterres aufgefordert, einen Sonderbeauftragten für Klima und Sicherheit zu ernennen.

Dieser könnte «sicherstellen, dass der Klimawandel dort thematisiert wird, wo er hingehört. Nämlich hier, im Sicherheitsrat, der die Aufgabe hat, den Weltfrieden und die internationale Sicherheit im 21. Jahrhundert zu wahren», sagte Maas.

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