Trumps «Gold Card» floppt – erst einmal verkauft

Etienne Sticher
Etienne Sticher

USA,

Die «Gold Card» von Donald Trump wurde erst ein einziges Mal verkauft. Die US-Regierung erhoffte sich mit dem Visum für reiche Ausländer hohe Einnahmen.

gold card
Die «Gold Card» von Donald Trump hat bislang keinen Erfolg. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Reiche Ausländer können sich für eine Million Dollar das US-Aufenthaltsrecht erkaufen.
  • Bislang wurde aber erst eine von diesen «Gold Cards» verkauft.
  • Donald Trump erhoffte sich eigentlich Einnahmen von einer Billion Dollar.

Gross stellte Donald Trump im Dezember die «Gold Card» vor. Für eine Million Dollar können sich reiche Ausländer so ein Aufenthaltsrecht in den USA erkaufen. Die physische «Gold Card» ziert die Unterschrift von Donald Trump und dessen Antlitz. Doch der Erfolg blieb bislang aus, die «Gold Card» ist ein Flop.

Im US-Kongress erklärte Handelsminister Howard Lutnick, dass erst eine einzige «Gold Card» verkauft worden sei. Das entspricht weder den Erwartungen noch den Aussagen Lutnicks kurz nach der Lancierung des Visums.

Donald Trump bezeichnete das Visum bei der Vorstellung als «Greencard auf Steroiden». Die Rede war von Einnahmen von bis zu einer Billion Dollar. Damit hätte der Haushalt ausgeglichen werden sollen.

Nach der Lancierung sprach Lutnick von verkauften Visa im Wert von 1,3 Milliarden Dollar, also von 1300 verkauften «Gold Cards». Wieso jetzt bloss von einer die Rede ist, erklärt Lutnick nicht. Dafür sagt er, dass «Hunderte in der Warteschlange» seien und derzeit geprüft würden.

Würdest du gerne in den USA leben?

Visa, die sich reiche Ausländer kaufen können, sind keine Seltenheit, auch zahlreiche europäische Staaten bieten sie an. Oftmals sind sie aber an Investitionen in dem Land geknüpft.

In den USA gibt es das EB-5-Visum. Damit erhalten Personen, die mindestens eine Million Dollar in ein Unternehmen mit mindestens zehn Angestellten investieren, das Aufenthaltsrecht. Ursprünglich war es der Plan von Donald Trump, dieses Visum abzuschaffen und durch seine «Gold Card» zu ersetzen.

Kommentare

User #6423 (nicht angemeldet)

Hat Peter Spuhler eine Gold Card gekauft?

User #4404 (nicht angemeldet)

Das Goldkarten-Klientel sitzt aktuell also zu Hunderten in den Warteschlangen und die müssen nur noch einzeln genauestens durchleuchtet werden, dass da ja keine Linken mit durchschlüpfen.

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