EU

    Von der Leyen will 500 Milliarden für Verteidigung ausgeben

    DPA
    DPA

    Belgien,

    China und Russland rüsten mit Milliardenbeträgen massiv auf. Wie viel Geld braucht es, um die EU gegen neue Bedrohungen zu schützen, und woher soll es kommen?

    Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will die Verteidigungsausgaben deutlich erhöhen.
    Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will die Verteidigungsausgaben deutlich erhöhen. (Symbolbild) - Philipp Schulze/dpa

    Um die EU effizient vor Bedrohungen aus Ländern wie China oder Russland schützen zu können, braucht es nach Schätzungen der Europäischen Kommission im nächsten Jahrzehnt zusätzliche Investitionen in Höhe von rund 500 Milliarden Euro. Während China seine Verteidigungsausgaben im Zeitraum von 1999 bis 2021 um 600 Prozent erhöht habe und Russland um 300 Prozent, habe der Anstieg in der EU bei 20 Prozent gelegen, erklärte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach Angaben von Teilnehmern beim EU-Gipfel.

    Den Anteil der Militär- und Verteidigungsausgaben Russlands am Bruttoinlandsprodukts bezifferte sie auf zuletzt mehr als sieben Prozent. In Deutschland und vielen anderen EU-Staaten liegt er derzeit nur bei etwa zwei Prozent oder sogar deutlich darunter.

    Mögliche Finanzierungsoptionen

    Als eine Option für die mittelfristige Finanzierung der notwendigen Investitionen über die EU nannte von der Leyen den Angaben zufolge eine mögliche Erhöhung der nationalen Beiträge in den Gemeinschaftshaushalt oder sogenannte Eigenmittel, zu denen etwa Zölle auf Einfuhren in die EU und die EU-Plastiksteuer zählen.

    Wenn die Mitgliedstaaten kurzfristig grosse Investitionen stemmen wollten, wäre auch eine Kreditaufnahme möglich, die dann aber ebenso über nationale Beiträge und Eigenmittel zurückgezahlt werden müsste. Die Entscheidung müssten die Mitgliedstaaten treffen, sagte von der Leyen nach Angaben aus Teilnehmerkreisen.

    Berlin gegen gemeinsame Schuldenaufnahme

    Unter anderem die Bundesregierung lehnt bislang eine gemeinsame Schuldenaufnahme für Verteidigungsprojekte strikt ab. Auf der anderen Seite stehen Länder wie Polen und die baltischen Staaten. Sie können sich gut vorstellen, beispielsweise für eine bessere Sicherung der Grenzen zu Russland und Belarus EU-Kredite aufzunehmen.

    Grundsätzlich sagte von der Leyen nach Angaben aus Teilnehmerkreisen, Sicherheit und Verteidigung seien gemeinsame öffentliche Güter. Die Kosten für die Gewährleistung von Sicherheit und Verteidigung seien nicht grösser als der Nutzen.

    Kommentare

    Weiterlesen

    Polen Belarus
    6 Interaktionen
    EU-Hilfe

    MEHR IN NEWS

    Man muss die Eltern kritisieren, nicht die Kinder!
    282 Interaktionen
    Schweigepfad-Lärm
    Zürich
    Zürich
    St. Gallen
    St. Gallen

    MEHR EU

    21 Interaktionen
    Bern
    Ursula von der Leyen
    56 Interaktionen
    Brüssel
    Patric Franzen EU
    10 Interaktionen
    Bern
    9 Interaktionen
    Luxemburg

    MEHR AUS BELGIEN

    ukraine von der Leyen
    38 Interaktionen
    Haushaltsloch
    3 Interaktionen
    Vernetzung?
    10 Interaktionen
    Utrecht/ Brüssel
    9 Interaktionen
    Brüssel